Stellwerkstörung legt Zugverkehr am Hauptbahnhof Hannover lahm
Am Donnerstagmorgen ist es im Hauptbahnhof Hannover zu einem vollständigen Stillstand des Zugverkehrs gekommen. Grund ist eine technische Störung im Stellwerkbereich, die zur Folge hatte, dass aktuell weder Nah- noch Fernverkehr den zentralen Knotenpunkt anfahren können. Auch die S-Bahn Hannover ist betroffen.
Nach Angaben der Transdev Hannover GmbH, die für den Betrieb der S-Bahn zuständig ist, wurde die Störung in den frühen Morgenstunden festgestellt. Seitdem ist der Hauptbahnhof für den Zugverkehr vollständig gesperrt. Eine erste Prognose der DB InfraGO sah eine mögliche Entstörung gegen 9 Uhr vor. Ob dieser Zeitplan eingehalten werden kann, war am Vormittag noch unklar.
Weitreichende Auswirkungen auf das Streckennetz
Wegen der Sperrung kommt es im gesamten Bahnnetz rund um Hannover zu erheblichen Einschränkungen. Zahlreiche Züge stehen im Rückstau oder müssen umgeleitet werden. In vielen Fällen sind Teilausfälle und komplette Ausfälle zu verzeichnen. Reisende müssen mit stundenlangen Verzögerungen rechnen. Auch nach Behebung der technischen Störung wird es voraussichtlich bis in den Nachmittag hinein dauern, bis sich der Betrieb normalisiert.
Die S-Bahn Hannover empfiehlt ihren Fahrgästen, auf alternative Verkehrsmittel umzusteigen und sich vor Reiseantritt über aktuelle Entwicklungen zu informieren. Dafür stehen neben der DB-App auch der FahrPlaner und die ÜSTRA-App zur Verfügung. Zusätzlich will das Unternehmen auf seiner Website unter dem Bereich „Aktuelle Meldungen“ regelmäßig Updates zum Stand der Dinge bereitstellen.
Hinweis zu Einschränkungen auf den metronom-Linien RE2, RE3 und RB31
Aufgrund der Stellwerkstörung am Hauptbahnhof Hannover kommt es aktuell auf mehreren Strecken der metronom Eisenbahngesellschaft zu erheblichen Beeinträchtigungen. Besonders betroffen sind die Linien RE2 (zwischen Uelzen und Göttingen) sowie RE3/RB31 (zwischen Uelzen und Hannover). Fahrgäste müssen mit mittleren bis hohen Verspätungen, Teilausfällen sowie kurzfristigen Zugumleitungen rechnen. Die Lage ist dynamisch, aktuelle Informationen erhalten Reisende über die digitalen Fahrpläne und Durchsagen an den Bahnsteigen.
Die metronom GmbH empfiehlt dringend, alternative Reisemöglichkeiten zu prüfen und sich vor Fahrtantritt über die bekannten Auskunftsmedien zu informieren. Da sich viele Züge im Rückstau befinden und der Bahnverkehr am Knotenpunkt Hannover weiterhin massiv gestört ist, kann keine Prognose für eine kurzfristige Entspannung der Lage gegeben werden. Auch nach Behebung der Stellwerkstörung ist mit Nachwirkungen im Streckennetz zu rechnen.
Empfehlung: Heute auf Zugfahrten verzichten
Angesichts der unklaren Lage und der zu erwartenden Nachwirkungen rät die Transdev Hannover GmbH, heute wenn möglich auf nicht zwingend notwendige Bahnreisen zu verzichten. Auch Pendlerinnen und Pendler sollten in Erwägung ziehen, auf Busse, Straßenbahnen oder andere Verkehrsalternativen auszuweichen.
Die Ursache der Störung wurde zunächst nicht näher benannt. Weitere Informationen sollen im Laufe des Tages folgen. Die Pressestelle der S-Bahn Hannover kündigte an, die Öffentlichkeit laufend zu informieren, sobald neue Erkenntnisse vorliegen.
Redaktion
Celler Presse
Fotos: Celler-Presse.de
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