Bremer mit weniger Magenproblemen – 16,4 Prozent der Niedersachsen nehmen Protonenpumpen-Hemmer

HANNOVER/BREMEN/CELLE.  Die sogenannten Protonenpumpen-Hemmer (PPI) unterdrücken die Bildung von Magensäure. „Die Medikamente sind zur Behandlung und Prävention von Magengeschwüren, Zwölffingerdarmgeschwüren oder Sodbrennen zugelassen und werden in Niedersachsen 16,4 Prozent aller Versicherten verordnet, knapp über dem deutschen Durchschnitt von 16 Prozent“, berichtet BARMER Landesgeschäftsführerin Heike Sander aus dem Arzneimittelreport 2018 ihrer Kasse. „In Bremen waren es nur 14,2 Prozent, der geringste Wert in ganz Deutschland. Die Bremerinnen und Bremer haben also weniger Probleme mit dem Magen“, so Sander.

Herzrhythmusstörungen oder Krampfanfälle?

„Experten beklagen, dass die Mittel nicht nur zu oft, sondern mitunter auch ohne klare Indikation eingesetzt werden. Ärzte sollten daher mit noch größerer Sorgfalt die Verordnung bei ihren Patienten überprüfen“, fordert Sander. Dabei sei auch zu berücksichtigen, dass sich Hinweise darauf mehrten, wonach die längerfristige Einnahme von PPIs in seltenen Fällen zu Komplikationen führen könne. Dazu gehören schwerer Magnesiummangel mit vielschichtigen und unspezifischen, aber zum Teil schwerwiegenden Symptomen wie Herzrhythmusstörungen oder Krampfanfällen. Längerfristiger Magnesiummangel sei von klinischer Relevanz, da er zu Osteoporose und zusätzlich zu einem Mangel an Calcium führen könne. Es verdichteten sich auch die Anzeichen dafür, dass die längerfristige Einnahme von PPIs mit einem erhöhten Risiko von Knochenbrüchen einhergehe.

Übrigens: Der Anteil an Versicherten der BARMER, die pro Jahr mindestens einmal eine Verordnung von Protonenpumpen-Hemmern erhielten, hat sich bundesweit von 2005 (8,2 Prozent) bis 2016 (16,0 Prozent) nahezu verdoppelt.

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