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Umstellung von L- auf H-Gas: Welche Erfahrungen machen Kunden? – Verbraucherzentrale startet Umfrage zur Änderung der Gasversorgung

HANNOVER/CELLE. In Tausenden Haushalten in Niedersachsen wird in den nächsten Jahren die Gasversorgung umgestellt. Damit Heizungen, Herde und andere Gasgeräte danach weiter funktionieren, muss jedes einzelne Gerät von einem Monteur überprüft werden. Auf viele Gaskunden kommen daher Hausbesuche und Umrüstungen zu. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen möchte die bereits laufenden Arbeiten genauer untersuchen und ruft daher alle Betroffenen auf, ihre Erfahrungen zu schildern.

Wer die Verbraucherzentrale bei ihrer Untersuchung unterstützen möchte, kann dafür verschiedene Wege nutzen. Am einfachsten ist die Teilnahme an einer Online-Befragung, die unter www.marktwaechter-energie.de/umfrage zu erreichen ist.

„Die Umfrage ist so angelegt, dass sich betroffene Kunden in jeder Phase der Umstellung beteiligen können“, erklärt Christina Peitz, Energieexpertin im Projekt Marktwächter Energie der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Dies sei wichtig, da sich der Prozess über Jahre hinziehe und keineswegs an allen Orten parallel ablaufe. „Während einige Verbraucher gerade erst davon erfahren haben, ist die Anpassung in anderen Teilen Niedersachsens bereits in vollem Gange oder sogar schon abgeschlossen“, so Peitz.

Zentraler Ansprechpartner für die Umstellung vor Ort ist immer der Betreiber des örtlichen Gasnetzes. „Daher ist für uns besonders interessant, wie die Kommunikation zwischen Kunden und Netzbetreibern läuft – sowohl bei der Terminvergabe als auch später bei der Prüfung und technischen Umrüstung“, sagt Peitz.

Verbraucher, die nicht an der Online-Befragung teilnehmen möchten, können sich auch per Post an den Marktwächter wenden. Adresse: Verbraucherzentrale Niedersachsen, Projekt „Marktwächter Energie“, Herrenstraße 14, 30159 Hannover. Die Auswertung der Daten erfolgt ausschließlich anonymisiert und unabhängig vom Einzelfall. Die Ergebnisse sollen im Sommer veröffentlicht werden.

Hintergrund: Bis zu sechs Millionen Geräte betroffen

Die Umstellung der Gasversorgung ist nötig, weil in Deutschland bislang zwei unterschiedliche Erdgassorten genutzt werden: L-Gas und H-Gas. Da die Förderung von L-Gas stark zurückgeht, sollen bis 2030 alle deutschen Gasnetze auf H-Gas umgestellt werden. Bundesweit sind davon laut Schätzungen bis zu sechs Millionen Geräte betroffen. Die Kosten werden über eine Umlage auf alle Gaskunden verteilt. Niedersachsen ist eines der ersten Bundesländer, in denen die sogenannte Marktraumumstellung umgesetzt wird – erste Pilotprojekte starteten bereits im Jahr 2015.

Über den Marktwächter Energie für Niedersachsen

Der Marktwächter Energie für Niedersachsen ist ein Projekt der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Ziel ist es, problematische Entwicklungen auf dem Energiemarkt frühzeitig zu erkennen und an Politik, Öffentlichkeit und Aufsichtsbehörden weiterzugeben. Dafür werden Beschwerden über Strom- und Gasanbieter systematisch ausgewertet. Auch geht der Marktwächter juristisch gegen unseriöse Geschäftspraktiken vor. Das Projekt wird gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

www.marktwaechter-energie.de | www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de

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