IHAFA: Willkommen im Handwerk – Ein erfolgreiches Integrationsmodell geht mit zwei neuen Beratern im Team in eine neue Projektphase

BRAUNSCHWEIG. Das vom Niedersächsischen Wirtschaftsministerium geförderte und von den sechs Handwerkskammern im Land umgesetzte „Integrationsprojekt Handwerkliche Ausbildung für Flüchtlinge und Asylbewerber (IHAFA)“ geht bis Ende Dezember 2022 in eine neue Projektphase.

Die IHAFA-Berater der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade (v.l.n.r.) Sebastian Best, Kerstin Brandt und Martin von Reumont unterstützen bei der Integration von Geflüchteten.

In der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade haben mit der Projektverlängerung eine neue Beraterin, Kerstin Brandt im Technologiezentrum in Braunschweig und ein neuer Berater, Martin von Reumont im Technologiezentrum in Stade, ihre Arbeit aufgenommen. Gemeinsam mit Sebastian Best, der das Projekt am Standort Lüneburg während der ersten Projektphase schon wesentlich mitgestaltet hat, wollen sie das Ziel verfolgen, möglichst viele der bestehenden Ausbildungsverhältnisse zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Sebastian Best erklärt: „Integration benötigt Zeit und Geduld aller Beteiligten. Wir verstehen uns als Mentoren, die Auszubildende und Betriebe begleiten, ihnen Lernangebote aufzeigen und sie mit praktischen Hilfen unterstützen.“

Neben dieser Begleitung unterstützen die Berater weiterhin auf dem Weg in die Ausbildung (Kompetenzchecks, Berufsorientierung, Einstiegsqualifizierung, Ausbildung). „Manche Flüchtlinge bringen die sprachlichen, theoretischen oder praktischen Fähigkeiten noch nicht mit, um eine Ausbildung erfolgreich zu bestehen“, erläutert Michael Binder, Abteilungsleiter Integrationsförderung. Durch die Vermittlung in Sprachkurse oder Kurse wie „Berufsorientierung für Flüchtlinge (BOF)“ könnten Grundlagen für die Ausbildung geschaffen werden. Insbesondere die BOF-Kurse, die an den Technologiezentren Braunschweig, Lüneburg und Stade durchgeführt werden, seien auch aus Sicht der IHAFA-Berater ein gutes Mittel, um Geflüchtete auf die Ausbildung im Handwerk vorzubereiten.

In ganz Niedersachsen haben bis Ende Januar 2019 1186 Geflüchtete im Rahmen des IHAFA-Projekts Ausbildungen, Umschulungen sowie ausbildungsvorbereitende Einstiegsqualifizierungen (EQ) begonnen. Es wurden landesweit 691 Ausbildungsverträge geschlossen und so erste erfolgreiche Schritte auf dem deutschen Arbeitsmarkt und damit in die deutsche Gesellschaft gemacht. Für den Fortgang des Projekts wurde sich laut Binder zum Ziel gesetzt, weitere 500 Geflüchtete und Asylbewerber für die Berufsausbildung im Handwerk zu gewinnen, sowie in Ausbildung befindliche Geflüchtete bis zur erfolgreichen Gesellenprüfung zu begleiten.

„Die Offenheit der Betriebe, Geflüchtete und Asylbewerber auszubilden, ist eine wichtige Säule damit Integration gelingen kann“, betont Binder. Im Rahmen der ersten Projektphase (November 2015 bis Januar 2019) konnten mehrere hundert Geflüchtete bei der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade durch die Berater in Ausbildung vermittelt werden. „In Gesprächen mit den Betrieben wird immer wieder deutlich, dass sie mit sehr viel Engagement und gutem Willen hier einen bemerkenswerten Beitrag zur Integration Geflüchteter leisten“, ergänzt Binder.

Ansprechpartner für Lüneburg: Sebastian Best, Tel. 04131 712-359, Mail best@hwk-bls.de; für Braunschweig: Kerstin Brandt, Tel. 0531 1201-506, Mail kerstin.brandt@hwk-bls.de ; für Stade: Martin von Reumont, Tel. 04141 6062-44, Mail reumaont@hwk-bls.de

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