Umsatzsteuer: Volkshochschul-Kurse dürfen nicht teurer werden!

NIEDERSACHSEN. „Das von der Bundesregierung beschlossene Ende der Umsatzsteuerbefreiung für viele Bildungsangebote wird auch in Niedersachsen zu einer deutlichen Verteuerung zahlreicher Seminare und Kurse an den Volkshochschulen führen. Besonders betroffen von höheren Kursgebühren sind Menschen mit wenig Einkommen“, kritisiert Lars Leopold, Landesvorsitzender der niedersächsischen LINKEN, die Pläne des Bundes.

Leopold weiter: „Gerade in einem Flächenland wie Niedersachsen bieten oftmals Volkshochschulen in ländlichen Regionen die einzige Möglichkeit zur Weiterbildung. Und dieses Bildungsangebot gerät nun in Gefahr, wenn Kurse deutlich teurer werden oder das Angebot eingeschränkt wird. Hier muss die Bundesregierung dringend nachjustieren.“

LINKEN-Co-Vorsitzende, Heidi Reichinnek, erklärt: „Bildung ist eine wichtige Grundvorrausetzung für die Verwirklichung eines selbstbestimmten Lebens und öffnet Türen für die persönliche Entwicklung sowie im Berufsleben. Viel zu sehr ist sie schon heute vom Geldbeutel abhängig, die Verteuerung von Angeboten der Volkshochschulen verschärft die Situation weiterhin. Hier ist die Landesregierung in der Pflicht. Sie muss sich in Berlin gegen die Abschaffung der Umsatzsteuerbefreiung bei Bildungsangeboten starkmachen und in Niedersachsen die Erwachsenenbildung stärker fördern. Erneut werden mit diesen Plänen Menschen mit geringen und mittleren Einkommen geschröpft. Nur mit einer ausreichenden finanziellen Unterstützung der Volkshochschulen können auch weiterhin Bildungsangebote bereitgestellt werden, die die Menschen umfassend nutzen können.“

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