Handwerkswissen – Kulturerbe mit Zukunft – Wanderausstellung der Universität Göttingen zu Wissen, Können und Innovation im Handwerk

LÜNEBURG. Wissen ist vielfältig – das zeigt die Ausstellung „Handwerkswissen – Kulturerbe mit Zukunft“, die jetzt in der Handwerkskammer in Lüneburg zu sehen ist. Wissen wird meist ausschließlich mit akademischem Wissen verbunden, das an Schule und Universität erlangt wird. Im Mittelpunkt der Ausstellung „Handwerkswissen“ steht dagegen das erfahrungsbasierte Wissen, das aus praktischer Erfahrung erwächst und sich durch Übung verfestigt.

Die Ausstellung „Handwerkswissen – Kulturerbe mit Zukunft“ gastiert vom 22. bis zum 30. Oktober in der Handwerkskammer in Lüneburg.

Die akademischen Macher dieser Ausstellung haben sich dafür direkt in die handwerkliche Arbeit hineinbegeben, um handwerkliches Wissen und Können unmittelbar kennen zu lernen. „In der Realität wissen Akademiker nach wie vor wenig davon, wie Handwerker lernen – und umgekehrt genauso“, erklärt Heidi Kluth, Vizepräsidentin der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade. Die Ergebnisse der Ausstellung seien daher sowohl für die Wissenschaft als auch für das Handwerk nützlich. Denn es ermögliche beiden Seiten einen Einblick in die jeweiligen Lernmethoden – und in ihre jeweiligen Möglichkeiten und Grenzen.

Die Ausstellung beleuchtet über Texte, Objekte und Filme die Bedeutung von Körper- und Erfahrungswissen im Handwerk an ausgewählten Beispielen aus dem Orgel- und Lehmbau. Mit ihrem Blick auf Innovationen zeigt die Präsentation darüber hinaus neue Perspektiven für das traditionelle Handwerk auf und behandelt die Frage, wie sich die Herstellung solcher Objekte auf die Menschen auswirkt, die sie herstellen. Die Ausstellung ist damit auch ein Versuch, diesen besonderen Wissensformen zu mehr Öffentlichkeit und Wertschätzung zu verhelfen.

Entstanden ist die Ausstellung an der Universität Göttingen im Rahmen des Forschungsprojektes „Objekte der Könner“, an dem die Institute der Wirtschaftswissenschaften, Volkswirtschaftslehre, Handwerksforschung und Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie sowie das Kölner Institut für Berufsbildung im Handwerk beteiligt waren. Das Projekt wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in der Förderlinie „Die Sprache der Objekte – Materielle Kultur im Kontext gesellschaftlicher Entwicklungen“.

Die Ausstellung ist ist noch bis zum 30. Oktober von 9.30 bis 16.30 Uhr, freitags bis 13:00 Uhr, im Großen Saal der Handwerkskammer in Lüneburg, Friedenstraße 6, 21335 Lüneburg zu sehen.

Nähere Infos zum Forschungsprojekt unter: https://omaheti.wordpress.com/

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