Peter Weiss: Die Ermittlung – Oratorium in 11 Gesängen – Veranstaltung zum Holocaustgedenktag 2020

CELLE. Vor 75 Jahren führte die Sowjetarmee im Januar 1945 an der Ostfront schwere Kämpfe, an deren Ende sie am 27. Januar 1945 das größte nationalsozialistische Konzentrationslager Auschwitz befreite. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich im Konzentrationslager Auschwitz noch etwa 7000 Gefangene. Über eine Million Juden wurden allein in Auschwitz von über sechs Millionen in Konzentrationslagern ermordet. Das Konzentrationslager Auschwitz wurde zum Symbol der Shoa.

Zwischen Dezember 1963 und August 1965 fand in Frankfurt am Main der Auschwitz-Prozess statt, in dem die für das Funktionieren der Vernichtungsmaschinerie Verantwortlichen vor Gericht standen. Peter Weiss hat in seinem 1965 gleichzeitig an 15 Orten uraufgeführten dokumentarischen Theaterstück die Fakten über diese Hölle auf Erden, die im Prozess zur Sprache kamen, in Gesängen gestaltet: Gesang von der Rampe, Gesang vom Lager, Gesang vom Bunkerblock. In ihnen wurden Täter und Opfer miteinander konfrontiert, und auf diese Weise wird, gerade durch den Verzicht auf die Rekonstruktion individueller Erlebnisse und durch die Betonung der funktionalen Aspekte, das Grauen dieser Tötungsfabrik deutlich. Zugleich wird die Möglichkeit gezeigt, dass sich Ähnliches wiederholen könnte, und die Notwendigkeit, dies zu verhindern.

Schüler von der OBS I und der Paul-Klee-Schule lesen ausgewählte Passagen aus Peter Weiss, Die Ermittlung.

Ort:                            Synagoge Celle, Im Kreise 24
Zeit:                           Sonntag, 26. Januar 2020, um 17.00 Uhr
Veranstalter:         Jüdische Gemeinde Celle e.V., Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle e.V. und Stadt Celle

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