Volksbank Südheide – Isenhagener Land – Altmark für die Zukunft gerüstet

CELLE. „Wir sind erfolgreich, weil wir nach wie vor gute Antworten für die Bedürfnisse der Menschen haben: Wir bieten gute Beratung in persönlichen Gesprächen und sind für unsere Kunden präsent“, berichtet Frank Bonin, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Südheide – Isenhagener Land – Altmark im diesjährigen Bilanz-Pressegespräch. „Dazu sind wir regional aufgestellt und – wie sich in den letzten Jahren deutlich gezeigt hat – absolut krisenfest.“ Natürlich könne man sich nicht von der allgemeinen Entwicklung in der Welt abkoppeln, aber die Antworten der Volksbank auf die allgegenwärtigen Probleme scheinen mehr denn je die richtigen zu sein. Der Gesamtvorstand präsentierte heute die Zahlen für das Jahr 2019: Frank Bonin als Vorstandsvorsitzender und den Vorstandsmitgliedern Ingo Tacke, Patrick Lieb und Markus Creydt.

von links nach rechts Ingo Tacke, Patrick Lieb, Frank Bonin und Markus Creydt

So kam auch die europäische Geldpolitik zur Sprache mit der Erkenntnis, dass das Vertrauen in die Geldpolitik nicht mehr vorhanden sei. Darunter habe nicht nur der Sparer zu leiden, auch die Großbanken erleiden Höllenqualen. Die Zinseinbußen für private Haushalte seit 2010 beliefen sich auf 358 Milliarden Euro ausgehend von einem Geldvermögen von 4,8 Billionen Euro. Dabei sei die Inflation noch nicht enthalten. Das Zinsniveau unterliege einem Verfall – von 2,5 % im Jahre 2008 war der Stand 2018 bei 0,2 % bei Spareinlagen. Und das dürfe nicht so weitergehen. Man müsse andere Bausteine nutzen, die nach Inflation noch Rendite bringen, so Markus Creydt. „Vor allem raus aus der Tagesgeldfalle“, ist das Credo von Frank Bonin, es gelte, auf „viele Pferde“ zu setzen.

„Der Beratungsbedarf steigt immer schneller und stärker“, betont Bonin, „das kann man nicht oft genug sagen. Mit jedem neuen Gesetz und leider auch mit jeder neuen Krise.“ Nach wie vor setze die Volksbank daher auf die persönliche und individuelle Beratung „Wir suchen weiterhin engagierte Mitarbeiter, zum Beispiel für unser wachsendes Firmen- und Individual¬kundengeschäft. Aber auch Geschäftsstellenleiter und Kundenberater, die unsere Kunden ganzheitlich betreuen wollen, sind uns herzlich willkommen.“ Bonin weiter: „Wir müssen unsere Kunden so beraten, wie wir es bei unseren Kindern und guten Freunden tun würden.“

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 hat die Volksbank erneut – ganz gegen den allgemeinen Trend – ein gutes Geschäftsergebnis erzielt. „Wir haben insgesamt ein spürbares Wachstum vorzuweisen, das sich im Kundenwertvolumen am deutlichsten ausdrückt“, erklärt Bonin. Diese Summe aller bilanziellen und außerbilanziellen Anlagen und Kredite unserer Kunden ist um fast acht Prozent auf jetzt über 3,2 Milliarden Euro gestiegen. Die Bilanzsumme hat die Marke von 1,5 Milliarden Euro übersprungen.

Treibende Kraft dabei war einmal mehr das Kreditgeschäft mit einem Zuwachs von rund 128,5 Millionen Euro. „Diese Steigerung im Kreditvolumen von über 12 Prozent zeigt deutlich, dass der Begriff ‚Kreditklemme‘ unseren Kunden höchstens aus den Medien bekannt ist. Bei uns gibt es das nicht“, berichtet Frank Bonin.

Investitionen im landwirtschaftlichen Bereich, Gewerbe¬investitionen und der Immobilienkauf zur Altersvorsorge in Verbindung mit der anhaltenden Niedrigzinsphase stützen nach wie vor diese Entwicklung, „unsere dezentrale Kompetenzstruktur mit kurzen und schnellen Entscheidungs¬wegen und unsere regionale Kenntnis geben letztlich den Ausschlag dafür, dass sich Kunden für uns entschei¬den und uns auch oft weiterempfeh¬len.“

„Besonderen Wert legen wir auf die Tatsache, dass es sich beim Kreditwachstum wieder durch¬gehend um beste Qualität handelt – was gleichbedeutend mit guter Beratung und gleichzeitig auch höchster Sicherheit für unsere Kunden ist“, ergänzt Bonin, „so können wir – ganz anders als fast alle Groß- und Internetbanken – den stillen Verkauf von Krediten und Sicherheiten in und außerhalb Europas vertraglich ausschließen. Denn auch die Aufteilung der privaten und gewerblichen Kreditmittel ist nach wie vor sehr ausgeglichen.“

„Damit erfüllen wir unsere Aufgabe als Garant für die regionale Kreditversorgung ebenso, wie als Anbieter sicherer Kapitalanlagen in bewegten Zeiten“, sagt Bonin. „Wir zocken nicht an internationalen Märkten. Das Geld, das uns unsere Kunden zur Anlage anvertrauen, geben wir hier vor Ort auch wieder als Kreditmittel in die Region zurück.“

Bei den bilanziellen Kundeneinlagen hat die Volksbank ein Plus von 67 Millionen Euro zu verzeichnen, sie liegen inzwischen bei fast 1,2 Mrd Euro. „Die einzigartige Einlagensicherheit der Volks¬banken und Raiffeisen¬banken, die über die staatliche Einlagensicherung deutlich hinausgeht, ist ein Argument für viele Kunden, uns Ihr Geld anzuvertrauen.“ Vor allem aber zeige sich hier der Erfolg des eigenen Anspruchs an die Beratung, sagt Vorstandsmitglied Markus Creydt: „Wir setzen auf Qualität, das ist die oberste Maxime.“

Die hohe Qualität zeige sich auch in der Entwicklung der Wertpapierdepots, die ein kräftiges Plus aufzuweisen haben. Frank Bonin berichtet: „Gerade durch den überproportional hohen Anteil an den guten Investmentfonds unseres Partners Union Investment hat die Mehrzahl unserer Kunden viel besser abgeschnitten als im Vorjahr. Durchschnittlich 12 bzw. 14 Prozent Wertzuwachs hatten wir in den Uniondepots und den Wertpapierdirektanlagen.“ Zum Jahresende wurden fast 470 Millionen Euro in Kundendepots durch die Volksbank betreut. „Es hat sich einmal mehr gezeigt: Eine gute Anlagestruktur besteht eben – entgegen aller bunten Zeitungswerbung – nicht aus Tagesgeld, Wochengeld und Monatsgeld“, verdeutlicht Bonin.

Grundlage dieser guten Ergebnisse in schwierigen Zeiten seien zwei Faktoren: Gute Berater und unser Angebot der Beratung ‚von acht bis acht‘, ergänzt Markus Creydt. „Das gilt natürlich völlig unabhängig von den eigentlichen Servicezeiten der Geschäftsstellen und wird gerne angenommen. Dabei spielt der Videochat bisher allerdings kaum eine Rolle. Vorherrschend sind nach wie vor die Besuche unserer KompetenzCenter und, was bei Gewerbe- und Firmenkunden lange üblich ist, eine zunehmende Tendenz von Terminen beim Kunden zuhause auch im Privatbereich.“

Neben der erfreulichen Entwicklung der Bilanzzahlen, Einlagen und Kredite haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut 730 Kunden dazu entschieden, Mitglied der Volksbank zu werden. Insgesamt sind es jetzt 34.526 Anteilseigner. Hiermit bestätigt sich einmal mehr die Seriosität und Attraktivität unseres genossen¬schaftlichen Modells. 80.000 Kunden hat die Bank insgesamt.

Denn Mitgliedschaft zahlt sich immer mehrfach aus: Das geht von Prämienvorteilen bei Versicherungen über vergünstigte Kreditkonditionen bei Anschaffungen bis hin zu Einkaufsvorteilen beim Mitglieder-Mehrwertprogramm ‚Mein Plus‘. Die goldene girocard, die jedes Mitglied als Kontokarte erhält, dient dabei gleichzeitig als Ausweis zur Sicherung von exklusiven Einkaufsvorteilen und Rabatten bei rund 300 Anbietern in der Region. Bundesweit beteiligen sich inzwischen über 17.000 Kooperationspartner mit attraktiven Vergünstigungen und Vorteilsleistungen.

„Als regional verwurzeltes Institut zählt die Volksbank natürlich auch selbst zu den größten Förderern der Region“, berichten Markus Creydt und sein Vorstandsmitglied Ingo Tacke, „unsere Unterstützung für die vielen Vereine, Einrichtungen und andere soziale und kulturelle Institutionen im Geschäftsgebiet liegt jährlich bei rund 200.000 bis 300.000 Euro.“ Das reiche von Geldspenden für Spielgeräte in Kindergärten bis hin zu Stiftungsmitteln in fünfstelliger Höhe und eben Sachspenden wie den VR-Mobilen für gemeinnützige Vereine und Einrichtungen.

„Im letzten Jahr haben wir zwei VR-Mobile an die Bürgergemeinschaft Wahrenholz und die Diakoniestation Wittingen übergeben, „so Tacke weiter, „auch damit unterstreicht die Volksbank weiterhin, dass sie Verantwortung in der Region übernimmt“. Eine Ausschreibung für dieses Jahr erfolgt noch.

„An mehrere Kinderkrippen in unserem Geschäftsgebiet übergeben wir aus dem Reinertrag des Gewinnsparens zusätzlich noch soge¬nannte VR-Kinderbusse – kleine Minibusse für bis zu sechs Krippenkinder“, ergänzt Creydt. „Jedes dieser Gefährte ist rund 3.000 Euro wert und gibt den Erzieherinnen die Möglichkeit, auch mit den kleinsten Krippenkindern Ausflüge zu machen.“ Inzwischen seien mehr 20 dieser kleinen Busse im gesamten Geschäftsgebiet verteilt.

„Außerdem verzichten wir seit einigen Jahren auf Weihnachtsgeschenke an Kunden und spenden den ersparten Betrag stattdessen an Einrichtungen in unserem Geschäftsgebiet – im letzten Jahr zum Beispiel an das Technische Hilfswerk Celle und die DLRG Ortsgruppe Hankensbüttel-Wittingen“, so Creydt weiter.

Als wichtiger Arbeitgeber im ländlichen Raum hatte die Volksbank zum Ende des abgelaufenen Jahres 325 Beschäftigte. Jungen Menschen aus der Region bietet sie eine langfristige berufliche Perspektive. Zum Jahres¬ende 2019 waren es bei der Volksbank 24 Auszubildende. Mit den gezahlten Gehältern bindet die Volksbank Kaufkraft in der Region und liefert damit einen weiteren Beitrag für den regionalen Wirtschaftskreislauf. Vorstandsmitglied Patrick Lieb betont: „Dass unsere Beschäftigten mehr als einen ‚Job‘ in ihrer Arbeit sehen, zeigt sich in der attestierten Qualität im Bankgeschäft, aber vor allem in ihrer Treue zu unserer Volksbank. Viele sind seit weit über 20 Jahren dabei.“

Insgesamt zeigt sich der vierköpfige Vorstand mit dem erfolgreichen Geschäftsjahr und dem Ergebnis zufrieden. Patrick Lieb sagt: „Der Jahresüberschuss liegt bei rund 4,1 Millionen Euro. Das Eigenkapital unserer Bank als Basis für zukünftige Kreditvergabe wird den weiter steigenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen mehr als gerecht und mit dem guten Ergebnis weiter gestärkt. Wie in den Vorjahren soll rund ein Viertel des Bilanz¬gewinns als Dividende an die Anteilseigner der Volksbank ausgeschüttet werden.“

Besonders freuen werden sich wieder die Kämmerer: mit über 2,7 Millionen Euro Gewerbesteuer fließt eine stolze Summe an die Kommunen in die Region. „Nochmal zur Klarstellung“, betont Bonin, „alle Internetbanken zusammen zahlen nicht einen einzigen Euro Steuern in unserer Region“.

Gleichzeitig investiere die Volksbank weiter in den Service, berichtet Frank Bonin: „In unserem Geschäftsgebiet leben unsere Kunden auf rund 4.000 Quadratkilometern in über 300 Ortschaften. Deshalb betrachten wir auch die Digitalisierung nicht nur als Herausforderung, sondern nutzen sie als große Chance. Denn unsere Angebote sollen insbesondere auch den besonders jungen und alten Kunden, die wie auch viele Behinderte eben nicht mobil sind, in den 275 Orten zur Verfügung stehen, in denen wir keine Filiale haben und in den meisten Fällen übrigens auch nie hatten. Von Studenten in anderen Städten oder mobiler Nutzung zum Beispiel vom Arbeitsplatz aus ganz abgesehen, während die Auftragslage der Banken in früheren Kleinstfilialen nach wie vor stark rückläufig ist. In dieser Hinsicht sind wir im Grunde ‚Kulturfolger‘“, sagt Bonin, „aber auch auf genau diese Herausforderungen sind wir bestens vorbereitet.“

An erster Stelle sei hier die am 1. April letzten Jahres eröffnete Telefonfiliale zu erwähnen, die von der Überweisung über die Terminvereinbarung für den Berater bis zu Wertpapier- und Fondsaufträgen täglich von 8 bis 18 Uhr erreichbar ist. Creydt erklärt: „Die Telefonfiliale führt täglich hunderte Anrufe. Trotzdem liegt die Wartezeit für den persönlichen Kontakt mit einem unserer Mitarbeiter bei unter 30 Sekunden.“ Es können am Telefon alle Dinge geregelt werden, außer Auszahlung von Bargeld. Es sind auch immer nur eigene Mitarbeiter am Telefon, betont Creydt.

Aber auch das Thema der Bargeldversorgung ihrer Kunden bewege die Volksbank weiter. „Aktuell sind wir mit zahlreichen Geschäftskunden in unserem Geschäftsgebiet im Gespräch, um unser Netz noch regionaler aufzustellen“, berichtet Bonin. Gleichzeitig gehe es aber natürlich auch darum, Bezahlvorgänge für Kunden und Geschäfte mit Hilfe der elektronischen Möglichkeiten insgesamt weiter zu vereinfachen.

„Für das neue Geschäftsjahr 2020 erwarten wir ein moderates Wachstum“, blickt der Vorstand abschließend voraus. „Das Jahr ist entsprechend angelaufen und unsere Mitarbeiter sind motiviert bei der Sache“, verbindet Bonin mit einem Dank, „und das ist in der heutigen Zeit das A und O. Wir sind also zuversichtlich, dass wir mit unserem Antritt, die Ziele unserer Kunden zu verwirklichen, auch unsere Ziele erreichen werden.“

PR/Redaktion
Celler Presse
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