Neue Fahrradabstellanlage an der Grundschule Müden fertiggestellt

MÜDEN/Örtze. Der Ortskern des staatlich anerkannten Erholungsortes Müden/Örtze in der Südheide spiegelt mit seinen alten, teilweise unter Denkmalschutz stehenden Höfen noch heute die Charakteristik eines alten Heidedorfes wieder. In der – für Müden typisch – mit Kopfsteinpflaster versehenen Schulstraße am Ortskernrand befindet sich die Grundschule Müden. Aufgrund der zentralen, aber trotzdem ruhigen Verkehrslage und somit guten Erreichbarkeit werden hier viele Grundschulkinder mit dem Fahrrad von Ihren Eltern zur Schule gebracht oder fahren selbst mit dem Fahrrad zur Schule.

Die bisherige Fahrradabstellanlage an der Müdener Schule bot allerdings nur Platz für weniger als 50 Fahrräder. Deshalb wurden häufig Fahrräder mitten auf dem Schulhof oder am Zaun des Schulgeländes abgestellt. Zudem mangelte es an Schutz vor der Witterung und die Anlage selbst war in keinem guten Zustand mehr. Lehrer, Eltern sowie die Projektsparte „Freunde der Grundschule Müden“ des Förderkreises -NaturHeimat- Müden/Örtze e.V. schrieben sich 2017 auf die Fahne, das zu ändern. Die ehrenamtlich erstellten Projektskizzen und Pläne wurden bereits kurze Zeit später im Faßberger Gemeinderat vorgestellt. Auch über potenzielle Förderkulissen waren die Initiatoren bereits im Bilde.

Es sollte jedoch nicht einfach nur ein Ersatz der alten Anlage werden. Die Idee der Freiwilligen war es, die Fahrradabstellanlage so zu gestalten, dass sie mehr Kapazität und gleichzeitig Schutz vor Regen oder Schnee bietet. Somit sollte die Nutzung von Fahrrädern für den Weg zur Schule attraktiv gehalten bzw. noch attraktiver gemacht werden. Zudem sollte sich die Anlage direkt am Tor zum Schulhof mit ihrer neuen Gestaltung deutlich besser in das bestehende Ortsbild einfügen. Die ehrenamtlichen Initiatoren versprachen sich davon eine Zunahme des innerörtlichen Radverkehrs und weniger Kraftfahrzeugverkehr. Das führt zu weniger Verkehr und parkenden „Elterntaxis“ vor der Schule und sorgt so auch für eine Verringerung des CO2-Ausstoßes. Diese Idee überzeugte auch die Mitglider des Gemeinderates, der die nötigen Haushaltsmittel zur Verfügung stellte und die Gemeindeverwaltung beauftragte, Fördermittel für das Projekt zu beantragen.

Mit Zuwendungsbescheid des Projektträgers Jülich – Forschungszentrum Jülich GmbH – vom 15. März 2018 wurden der Gemeinde insgesamt 16.225 Euro bewilligt. Die Mittel wurden entsprechend der Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit zur Umsetzung des Vorhabens bereitgestellt. Damit war der Weg zur konkreten Bauplanung geebnet. Die ursprünglich angedachte Konstruktion musste aus statischen und finanziellen Gründen zwar mehrfach angepasst und überarbeitet werden, doch die Beteiligten fanden auch dafür Lösungen. Der Fördermittelgeber war mit der veränderten Gestaltung einverstanden. Ein Bauwerk mit je vier an den Längsseiten angeordneten Holzständern mit einer gezimmerten, mit Ziegeln gedeckten Satteldach sollte es werden.

Nach der Erteilung der Baugenehmigung vom Landkreis Celle konnte im Sommer 2019 endlich mit der Baumaßnahme begonnen werden.  Die Hauptarbeiten waren schnell abgeschlossen und die Nutzung konnte bereits im Herbst 2019 begonnen werden. Allerdings mussten noch diverse Anpassungs- und Nacharbeiten vorgenommen werden, sodass der Abschluss der Baumaßnahme sich bis ins Frühjahr 2020 zog. Eine Eröffnung und Übergabe der Anlage konnte wegen der coronabedingten Schulschließung und der anschließenden Einschränkungen im Schulbetrieb leider nicht im würdigen Rahmen gefeiert werden. Mit dem Beginn des neuen Schuljahres steht den Müdener Schülern, Lehrern und Schulmitarbeitern nun aber eine moderne, den Anforderungen des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) entsprechende und ausreichend große Fahrradabstellanlage zur Verfügung.

PR
Fotos: Gemeinde Faßberg

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