CDU-Fraktion: WOLF GEHÖRT INS JAGDRECHT

CDU-Fraktion: WOLF GEHÖRT INS JAGDRECHT

30. September 2020 Aus Von Celler Presse

NIEDERSACHSEN. Im August haben der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Martin Bäumer, und der Landtagsabgeordnete Jörn Schepelmann den Schäfer Hans Stolz und seine rund 550 Heidschnucken und Ziegen in der Gemeinde Faßberg besucht. Der Schäfer, seit rund 45 Jahren im Dienst, schilderte den Abgeordneten nachdrücklich, was es für seine Tiere bedeutet, wenn der Wolf täglich um die Herde streift, versucht Beute zu schlagen und die Tiere nervös macht.

Neben der Betreuung der Tiere muss der erfahrene Schäfer inzwischen einen Doppelzaun aufstellen, um die Tiere in der Nacht vor dem Wolf zu schützen. „Der Heideschäfer erlebt beinah jeden Tag, dass der Wolf um seine Herde streift. Das dürfen wir auf Dauer nicht hinnehmen. Wir brauchen den Wolf dringend im Jagdrecht, damit er reguliert werden kann. Wir dürfen nicht riskieren, dass eine wertvolle Kulturlandschaft in Zukunft nicht mehr gepflegt werden kann, weil es keine Schäfer mit ihren Schafen mehr gibt“, so Bäumer. Für die Abgeordneten ist klar: die neue Wolfsverordnung muss zügig kommen und der Wolf endlich in das Jagdrecht aufgenommen werden. „Es muss Rechtssicherheit für die Jäger hergestellt und
eine klare Regulierungsvorgabe erarbeitet werden. Überall da, wo der Wolf schweren Schaden anrichten kann, wie an unseren Schafherden, die die Deiche schützen oder in Kulturlandschaften wie der Heide, wo die Tiere unsere Kulturlandschaft pflegen, muss es möglich sein, einzelne Wölfe rechtssicher zu schießen“, ergänzt der Abgeordnete Schepelmann.

In letzter Zeit haben sich Wolfsrisse in Niedersachsen wieder vermehrt. „Die erneuten Risse zeigen mehr als deutlich, dass wir ein großes Problem haben und die Akzeptanz im Land gegenüber dem Wolf sinkt“, so Martin Bäumer weiter. Die Bundesumweltministerin sei nun
dafür verantwortlich, dass der günstige Erhaltungszustand der Wolfspopulation, der längst erreicht sei, offiziell anerkannt werde. Nur so könne eine klare Grenze für die Wolfspopulation in Deutschland festgelegt werden und ein effektives Wolfsmanagement durchgeführt werden.

PR





Informationen zum Artikel:
Texte und Bilder sind urheberrechtlich geschützt. Ist dieser namentlich in dem Beitrag nicht explizit erwähnt, so kann dieser bei der Redaktion angefragt werden. Bildrechte werden, wenn bekannt, gesondert aufgeführt. Allgemeinbilder zur Untermalung stammen in der Regel von: Celler-Presse.de oder Pixabay.com. Bitte beachten Sie, dass die Nutzung dieser Seite kostenfrei ist. Daher blenden wir Werbung ein und auch Serviceartikel können externe Verlinkungen enthalten. Sie erkennen Sie an der Kategorie "Service".



Anzeige


Anzeige