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LINKE: „Lieber eine Maske vor Nase und Mund als ein Brett vor’m Kopf!“

HANNOVER. Am vergangenenen Freitag kam der sogenannte Corona-Infobus mit dem »Arzt« Bodo Schiffmann und »Rechts«-Anwalt Samuel Eckart auf den hannoverschen Opernplatz. Das Bündnis „Auf die Plätze“ hat spontan zu einer Gegendemo aufgerufen, die die Linksjugend Hannover mitorganisiert hat. Mit vielen Hygienevorkehrungen wurde der Protest organisiert und durchgeführt. Ganz anders als die ‚Querdenker‘. Dort trug fast niemand Masken, und es gab dichtes Gedränge vor dem Bus, niemand hielt Abstände ein – Trotz der rasant steigenden Corona-Zahlen, trotz rasant ansteigender Todeszahlen, trotz ‚Lockdown light‘. Die Polizei habe dies fast gar nicht kommentiert und auch nicht eingegriffen.

Lea Sankowske, Sprecherin der Basisgruppe Hannover und Mitorganisatorin der Gegendemo sagt dazu: „Nachdem in Leipzig schon die Polizei weder die geltende Abstands- und Maskenpflicht durchgesetzt hat, gab es die Hoffnung, dass die Polizei daraus gelernt hat. In Hannover hat sich gezeigt, dass dem nicht so ist. Entweder will die Polizei das nicht durchsetzen oder sie kann es wirklich nicht, so oder so, ist das ein Versagen der Polizei. Denn Verschwörungstheoretiker und Aluhut-Träger nutzen genau unsere grundgesetzlich verbriefte Meinungs- und Versammlungsfreiheit, um ihre wirren Thesen und ihre Aerosole ungeschützt zu verbreiten.“

Lars Leopold, Landesvorsitzender der niedersächsischen LINKEN, hat auf der Gegendemo eine Rede gehalten. In seiner Rede kritisiert er die Politik der Bundesregierung, macht aber deutlich: „Wir müssen uns und unsere Mitmenschen schützen. Und das geht mit Abstand am besten! Deshalb tragen wir lieber eine Maske vor Nase und Mund als ein Brett vor’m Kopf! Als LINKE kritisieren wir natürlich einige Maßnahmen der Regierung – so etwa die Milliardensubvention für den massiven Stellenabbau bei der Lufthansa oder die ‚Kurzarbeiterspende‘ an Großkonzerne, die trotz angeblicher Schieflagen in der Corona-Zeit Milliarden-Dividenden an ihre Aktionäre ausschütten. Aber auch die katastrophalen Arbeitsbedingungen und die Ausbeutung der Beschäftigten in der Fleischindustrie! So kann das nicht weitergehen! Selbstverständlich haben auch Verschwörungsschwurbler, Quartalsirre und Realitätsverleugner das Recht, im Rahmen von Demonstrationen mit und ohne Aluhut auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. Allerdings müssen sie damit rechnen, dass sich ihnen Menschen entgegenstellen und ihre Ansichten als das zurückweisen, was sie sind: Gefährliche Leugnung von Fakten und Hetze gegen Menschen, die ihre spinnerten Ansichten nicht teilen!“

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