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Fraktion Zukunft Celle fragt nach Otto Haeslers Vermächtnis

CELLE. Die Stadtratsfraktion Zukunft Celle unterstützt eine historische Aufarbeitung  der Rolle Otto Haeslers im Nationalsozialismus. Otto Haesler hat sich als Architekt international einen Namen gemacht. Nicht nur für Architekturinteressierte ist die Vielseitigkeit Otto Haeslers als Baumeister auch in Celle beeindruckend. „Noch heute zeugen Fachwerkhäuser, schlichte Kaufhäuser im Jugend- und Reformstil, gebaut für einen jüdischen Unternehmer, sowie unter anderem die innovativen Stahlskelettbauten im Blumenläger Feld, die sozial schwachen Familien den dringend benötigten gesunden und günstigen Wohnraum bot, von Haeslers Einfluss auf das Celler Stadtbild,“ meint Inga Marks, „leider existiert nicht mehr die abgerissene Friedhofshalle am Jüdischen Friedhof an der Straße „Am Berge“, die von Otto Haesler im Jahr 1910 geplant wurde.“

Aber wie stand Otto Haesler zum Nationalsozialismus? Danach fragt nun die Fraktion Zukunft Celle und erklärt das so: „Von 1941 bis 1945 war er u.a. stellvertretender Stadtbaurat in den besetzten Städten Lodz und Lemberg.
Unter anderem vor dem Hintergrund seiner Celler Zeit sollte das spätere Werk Haeslers näher untersucht werden; zeigt es möglicherweise die Ambivalenz im Handeln der Menschen jener Zeit. Der Geschichte gerecht zu werden, bedeutet, dass offen und öffentlich das eventuell als Unrecht Erkannte benannt wird. Geschichte darf nicht verschweigen.“

„So möchten wir die bereits in Celle begonnene sachorientierte und differenzierte Aufarbeitung zu Otto Haeslers Rolle im Nationalsozialismus dringend unterstützen, um seiner Person und der Geschichte gerecht zu werden. Einhergehend sollten die Informationstafeln zu Otto Haesler entsprechend grundsätzlich überarbeitet werden und dabei wie das Straßennamensschild mit QR–Codes versehen werden, die auf das Ergebnis der Aufarbeitung hinweisen“, so Ute Rodenwaldt-Blank.

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