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Nein zu „Kurze Beine – lange Wege“ – Zukunft Celle lehnt Zusammenlegung zweier Schulbezirke ab

CELLE.  Der Schulbezirk der Altstädter Grundschule soll nicht in den Schulbezirk der Blumläger Grundschule eingegliedert werden. Stattdessen schlägt die Wählerinitiative Zukunft Celle vor, dass die Eltern aus dem betreffenden Wohngebiet für einen Übergangszeitraum von mindestens drei Jahren die Möglichkeit bekommen, ihre Kinder in den Schulen der angrenzenden Bezirke anzumelden.

„Die Altstädter Grundschule lag mit dem Standort Sägemühlenstraße bisher relativ zentral innerhalb ihres Schulbezirkes. Dadurch war die Altstädter Grundschule auch für Kinder, die eher am Rande des Schulbezirks wohnten, meist noch die nächstgelegene Grundschule. Dies würde sich nun erheblich ändern, wenn das bisherige Einzugsgebiet der Altstädter Grundschule dem Schulbezirk der Blumläger Grundschule eingegliedert wird“, erläutert der Neuenhäusener Ortsbürgermeister Jörg Rodenwaldt.

Er fährt fort: „Kinder, die in Bahnhofsnähe wohnen, hätten einen Schulweg von ca. 2,5 km, während die Neustädter Grundschule weniger als ein Kilometer entfernt liegt. Kinder aus dem nördlichen Bereich von Landgestüt- und Spörckenstraße sind weitaus schneller in der Waldwegschule als in der Blumlage. Ohnehin wohnen sie in einem Quartier, das sonst vollständig dem Bezirk der Waldwegschule zugewiesen ist. Unabhängig von der Entfernung zur Schule besteht in den genannten Fällen auch ein großer Unterschied hinsichtlich der Sicherheit des Schulweges. Bis zur Grundschule Blumlage müssten jeweils zwei Bundesstraßen überquert werden; zur Neustädter Grundschule und zur Waldwegschule in der Regel keine.“

„Ausgehend von diesen Problemen wäre eine vollständige Eingliederung des Altstädter Schulbezirks in den Blumläger nicht die beste Lösung“, ergänzt Inga Marks, Mitglied im städtischen Schulausschuss.

Sie fährt fort: „Grundsätzlich befindet sich die Celler Grundschullandschaft aber im Umbruch, seit der Stadtrat die Aufgabe der Standorte der Altstädter Grundschule und der Grundschule Nadelberg beschlossen hat. Es ist abzusehen, dass die Schulbezirke nach Bebauung der Allerinsel und dem Neubau der Grundschule Bruchhagen noch einmal neu zu ziehen sind.“

„Vor dieser Perspektive verschafft eine sofortige Zusammenlegung der Schulbezirke Altstadt und Blumlage mitnichten Sicherheit und Klarheit, wie es die Verwaltung in der entsprechenden Vorlage zur Zusammenlegung der beiden Schulbezirke behauptet. Vielmehr bleibt die Situation noch mindestens drei Jahre unklar,“ meint der schulpolitische Sprecher Georg Aßmus von Zukunft Celle.

Er erklärt: „Dass Niedersächsische Schulgesetz regelt zwar, dass für jede Schule im Primarbereich ein Schulbezirk festzulegen sei. Es regelt jedoch nicht, ob jedes Quartier auch einem Schulbezirk zugeordnet sein muss. Daraus ergäbe sich für den wegfallenden Bezirk der Altstädter Grundschule nun die Möglichkeit, allein den Elternwillen bei der Schulwahl gelten zu lassen. Wenn diese Freiheit gewährt würde bis zu einer grundlegenden Neuordnung der städtischen Schulbezirke, dann erhielte die Verwaltung zugleich aufschlussreiche Daten über das Anwahlverhalten der Eltern. Dann würde deutlich, ob Eltern die Schule des Viertels oder die nächstgelegene Schule bevorzugten. Mithin erhielte die Verwaltung Daten, die ausgesprochen sinnvoll für eine Neuordnung der Schulbezirke eingesetzt werden könnten.“

Wenn es wiederum nicht rechtens sei, einzelne Quartiere ohne Schulbezirk zu belassen, könne der Altstädter Bezirk auch vorerst dem Blumläger Bezirk zugeordnet werden. Gleichzeitig könne eine Ausnahmeregelung geschaffen werden, die es Kindern aus dem ehemaligen Altstädter Bezirk erlaube, alternativ zur Blumläger Grundschule auch eine näherliegende Grundschule aus einem angrenzenden Bezirk zu besuchen.

Eine ähnliche Regelung hat erst vor einem Jahr der Landkreis Celle bei der Eingrenzung des Westkreisgymnasiums getroffen:  Schülerinnen und Schüler aus Stedden und Wolthausen können (u.a. aufgrund einer günstigen Busanbindung) auch die Celler Gymnasien besuchen.

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