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Krisenstimmung der internationalen Unternehmen hält an – Umfrageergebnisse zur aktuellen Lage der regionalen Exportunternehmen

LÜNEBURG. Die andauernde Corona-Krise belastet die globalen Geschäftsperspektiven der Unternehmen massiv. Das ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen Umfrage, die die Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg (IHKLW) unter den international aktiven Mitgliedsunternehmen durchgeführt hat. Dabei sind die Betriebe vor allem durch Reiseeinschränkungen (72 Prozent), durch die Absage von Messen und Veranstaltungen (61 Prozent) sowie durch die geringere Nachfrage nach ihren Produkten und Dienstleistungen (47 Prozent) wirtschaftlich erheblich getroffen. „Mehr als die Hälfte der Unternehmen verschiebt deshalb Investitionen oder streicht sie sogar. Hier droht ein Exportloch“, warnt Andreas Kirschenmann, Präsident der IHKLW.

39 Prozent der regionalen Betriebe beklagen außerdem Probleme in ihrer Lieferkette und Logistik. „Das ist natürlich ein Teufelskreis, wie wir alle wissen. Lieferkettenprobleme führen schnell zu Liquiditätsproblemen. Es kann nicht sein, dass die Kapazitäten in der Schifffahrt teilweise künstlich knappgehalten werden, um in der Krise zu profitieren. Wir fordern deshalb von der Politik, sich gegen überhöhte Transportkosten in der See- und Luftfracht einzusetzen”, so Kirschenmann.

Neben der Corona-Pandemie belasten in diesem Jahr auch wirtschaftliche Probleme und zunehmende Handelshemmnisse in vielen Weltregionen das Auslandsgeschäft der regionalen Unternehmer. „Zwar gibt es leichten Optimismus über die Geschäfte in Europa und China, doch vor allem in den Entwicklungs- und Schwellenländern sehen die regionalen Unternehmen schlechte Geschäftsperspektiven“, sagt IHKLW-Präsident Andreas Kirschenmann. So berichten aktuell 41 Prozent der weltweit aktiven Unternehmen von zunehmenden Hürden im globalen Handel. Dazu zählen insbesondere verstärkte Sicherheitsanforderungen (44 Prozent), zusätzliche lokale Zertifizierungen (44 Prozent), Sanktionen (24 Prozent) und höhere Zölle (12 Prozent).

Aufgeschlüsselt nach Regionen spüren die Betriebe vor allem eine Zunahme von Hemmnissen bei ihren internationalen Geschäften mit dem Vereinigten Königreich (40 Prozent). In diesem Zusammenhang gehen die lokalen Exportunternehmen insbesondere von einem Anstieg der Zollbürokratie (79 Prozent), vermehrten rechtlichen Unsicherheiten (55 Prozent) und erhöhten Logistikproblemen (52 Prozent) aus.

„Hier zeigen sich die negativen Auswirkungen des Brexits für unsere niedersächsischen Unternehmen, welche mit rund 18.000 Mitarbeitern direkt im Vereinigten Königreich vertreten sind. Es zeigt sich, dass trotz des bilateralen Handelsabkommens, auf das sich die EU und Großbritannien Ende vergangenen Jahres geeinigt haben, die Unsicherheit für Unternehmen angesichts neuer Regeln und bürokratischer Hürden hoch bleibt.“

An der aktuellen Umfrage „Going International 2021“ haben sich bundesweit rund 2.400 international aktive deutsche Betriebe, davon 62 aus der Region Lüneburg-Wolfsburg beteiligt. Die befragten Unternehmen kommen aus verschiedensten Branchen und sind in allen Weltregionen aktiv.

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