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Dreimal Kultur im Gespräch – live Online-Veranstaltung: Mitglieder des Ensembles lesen Döblin, Gernhardt und Leky

Mrz 17, 2021 , ,

CELLE. Am 18., 19. und 26. März laden Ensemblemitglieder des Schlosstheaters zu Live-Online-Lesungen mit anschließendem Gespräch ein. Zu den Zoom-Veranstaltungen kann man sich kostenlos auf der Homepage des Schlosstheaters anmelden.

Am Donnerstag, 18.03. liest Dramaturg Moritz Peters, der auch ausgebildeter Schauspieler ist, Robert Gernhardt. Am Freitag danach stellen Johanna Marx und Dino Nolting den warmherzigen Bestsellerroman von Mariana Leky vor. Und in der kommenden Woche, am Freitag, den 26.03., lesen Bérénice Brause und Fridtjof Bundel aus Alfred Döblins ‚Karl und Rosa‘, anläßlich des 150sten Geburtstags von Rosa Luxemburg.
Anmeldung bitte unter www.schlosstheater-celle.de.

KULTUR IM GESPRÄCH
REIM UND ZEIT – GEDICHTE
Moritz Peters liest Robert Gernhardt

Robert Gernhardt gilt heute als einer der bedeutendsten Lyriker deutscher Sprache. Viele der Gedichte und Bildergeschichten sind längst zu Klassikern der Gegenwartsliteratur geworden: »Seht ihn an, den Dichter. / Trinkt er, wird er schlichter. / Ach, schon fällt ihm gar kein Reim / auf das Reimwort ›Reim‹ mehr eim.« Immer wieder zitiert, sind sie eingegangen in den deutschen Sprachschatz wie die Sketche und Cartoons von Loriot. Seine Meisterschaft: der elegante Balanceakt zwischen Leichtem und Schwerem, zwischen der Komik des Lebens und dem bitteren Ernst menschlichen Strebens.

Als Mitbegründer der neuen Frankfurter Schule und des Satiremagazins Titanic war er zudem ein bissig ironischer Beobachter des gesellschaftlichen Zeitgeschehens. Moritz Peters widmet Gernhardt, seinem Lieblingsdichter, 15 Jahre nach dessen Tod eine Lesung als Hommage und Erinnerung. Und er weist auf den gegenwärtigen Mangel hin, ernste Themen der Zeitgeschichte humorvoll bissig zu präsentieren.
Termin: Do. 18.03.2021
Uhrzeit: 18:00 (Warteraum wird 17:45 geöffnet)

KULTUR IM GESPRÄCH
WAS MAN VON HIER AUS SEHEN KANN
Johanna Marx und Dino Nolting lesen Mariana Leky

Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird. Davon, was die Bewohner in den folgenden Stunden fürchten, was sie blindlings wagen, gestehen oder verschwinden lassen, erzählt Mariana Leky in ihrem Roman. „Was man von hier aus sehen kann“ ist das Porträt eines Dorfes, in dem alles auf wundersame Weise zusammenhängt. Aber es ist vor allem ein Buch über die Liebe unter schwierigen Vorzeichen, Liebe, die scheinbar immer die ungünstigsten Bedingungen wählt. Für Luise zum Beispiel, Selmas
Enkelin, gilt es viele tausend Kilometer zu überbrücken. Denn der Mann, den sie liebt, ist zum
Buddhismus konvertiert und lebt in einem Kloster in Japan …

Johanna Marx und Dino Nolting, Ensemblemitglieder am Schlosstheater Celle, stellen Mariana Lekys weisen und warmherzigen Bestsellerroman in Auszügen vor und laden im Anschluss zum Gedankenaustausch über den Westerwald, die weite Welt und alles, was dazwischenliegt.
Termin: Freitag, 19. März 2021
Uhrzeit: 17:00 (Warteraum wird 16:45 geöffnet)

KULTUR IM GESPRÄCH
KARL UND ROSA – NOVEMBER 1918
Berenice Brause und Fridtjof Bundel lesen Alfred Döblin

Alfred Döblin schuf mit dem Romanzyklus „November 1918 – Eine deutsche Revolution“ ein monumentales Erzählwerk über die in Deutschland fast vergessene Novemberrevolution. Wie in allen vier Bänden geht es auch in „Karl und Rosa“ um das Scheitern politischer Hoffnungen und die Vorgeschichte des Nationalsozialismus. Im Mittelpunkt steht das einfühlsame, vielschichtige Porträt Rosa Luxemburgs. In ihrer persönlichen Geschichte und der brutalen Ermordung spiegelt sich das Scheitern der deutschen Revolution.

Anlässlich des 150. Geburtstags Rosa Luxemburgs am 5.3.2021 nimmt sich das Schlosstheater Celle dieser streitbaren selbstbestimmten Frau des frühen 20. Jahrhunderts an und konzentriert sich mit Döblin auf ihre mit der Revolution verbundenen Träume und persönlichen Ideale. Literarisch gehen die Lesenden der Verbindung zu Karl Liebknecht nach, welche auch 102 Jahre nach Beider Ermordung legendäre Strahlkraft besitzt.

Berenice Brause und Fridtjof Bundel nähern sich dem Phänomen Luxemburg-Liebknecht mit
dialogischen und erzählenden Passagen. Sie kommen einzeln sowie als Paar zu Wort und geben
einen tiefen Einblick in eine Zeit, die zwar 100 Jahre her ist, in ihrer Unruhe jedoch aktueller denn je
erscheint.
Termin: Fr. 26.03.2021
Uhrzeit: 17:00 (Warteraum wird 16:45 geöffnet)

PR
Foto: Schlosstheater Celle






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