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Forderung nach Beschränkung des Wolfsbestandes

Landkreis CELLE.  Zur Aktion Wolf im Landkreis Celle bei Baven, die federführend vom Landvolk Celle organisiert war, fanden sich mehr als 100 Gäste und Zuhörer ein. Kreislandwirt und Gastgeber Carsten-Wilhelm Drewes begrüßte viele Vertreter aus Landwirtschaft, Jägerschaft und Politik und erläuterte die Wolfsproblematik.

Acht Wolfsrudel seien im Landkreis unterwegs und damit sei der Landkreis Celle der Wolfs-Hotspot schlechthin. Es komme immer wieder zu Rissen von Weidetieren, was für die betroffenen Weidetierhalter eine schwere Belastung sei. Es sei deshalb notwendig durch Aktivitäten wie dem Aktionstag Wolf darauf aufmerksam zu machen und endlich ein aktives Wolfsmanagement – auch mit Wolfsentnahmen – einzufordern.

Der Bundesvorsitzende der Landjugend, Jan Hägerling aus Ahnsbeck, sprach sich gegen das klassische Schwarz-Weiß-Denken von Wolfsbefürwortern und -gegnern aus und dafür, gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. „Viele reden vom Sofa aus über den Wolf, aber kommen nicht zu uns raus. Wir müssen aufeinander zugehen und miteinander sprechen“, so Hägerling.

Christoph Düvel, Vorsitzender des Landvolks Celle wiederholte die bekannten klaren Forderungen der Weidetierhalter und der betroffenen Regionen an die Politik. Dies ist einerseits die sofortige Einführung eines echten Wolfsmanagements, inklusive einer Bestandsregulierung in Niedersachsen und auf Bundesebene. Andererseits gehe es um die Schaffung eines Rechtsanspruchs auf Ausgleichszahlungen für alle Schäden eines Tierhalters, die nachweislich oder wahrscheinlich durch einen Wolf verursacht wurden. Und schlussendlich sei eine deutliche Verbesserung der Förderbedingungen für Schutzmaßnahmen für Weidetiere vor Übergriffen durch Wölfe notwendig.

In der Diskussion kamen Carl-Wilhelm Kuhlmann, Heidschnuckenschäfer aus Oberohe, und Kreisjägermeister Hans Knoop aus Luttern zu Wort. Kuhlmann vermisste auf Seiten der staatlichen Stellen den Respekt gegenüber den getöteten Tieren, und auch gegenüber deren Besitzern. Knoop forderte die Bevölkerung auf, jede Wolfsichtung z.B. mittels der Wolfsapp zu melden. Damit könnten Wolfsrudel bestätigt werden, denn es sei wichtig alle Wolfssichtungen zu erfassen.

Die Aktion Wolf war eine Gemeinschaftsaktivität von Landvolk, Landfrauen, Junglandwirten, Landjugend, LSV und dem Aktionsbündnis aktives Wolfsmanagement, die niedersachsenweit an vielen Orten guten Zuspruch fand.

PR
Foto: Landvolk Celle






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