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VdK: „Das Ehrenamt braucht mehr Anerkennung und weniger Hürden!“

NIEDERSACHSEN. Die Gesellschaft aktiv mitgestalten und der Kontakt zu anderen Menschen sind die Hauptgründe für bürgerschaftliches Engagement. Zum Tag des Ehrenamts am 5. Dezember erinnert der Sozialverband VdK Niedersachsen-Bremen daran, dass dieser freiwillige Einsatz für unsere Gemeinschaft keineswegs selbstverständlich ist.

Landesverbandsvorsitzender Friedrich Stubbe

„Ein einfaches Dankeschön reicht in der heutigen Zeit nicht mehr aus. Wir brauchen dringend mehr Anerkennung und weniger bürokratische Hürden für unsere Ehrenamtlichen! Ohne die nötige Wertschätzung verlieren wir sonst eine der tragenden Säulen unserer Gesellschaft“, mahnt VdK-Landesverbandsvorsitzender Friedrich Stubbe und fordert mehr Anreize und Förderungen sowie bessere gesetzliche Rahmenbedingungen fürs Ehrenamt.

„Ob im Katastrophenschutz, in Sportvereinen oder sozialen Organisationen wie dem VdK – der unentgeltliche und zeitintensive Einsatz zahlreicher Menschen ist ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Alltags. Gerade in der Pandemie hat das Ehrenamt extrem viel geleistet und unsere Gesellschaft zusammengehalten, trotz der notwendigen physischen Distanz!“, so der VdK-Chef. In Niedersachsen und Bremen engagiere sich nahezu jeder und jede Zweite freiwillig. Doch man merke auch, wie sich der freiwillige Einsatz verändere und längst nicht mehr so selbstverständlich und dauerhaft angelegt sei wie noch vor einigen Jahren. Deshalb bedarf es nach Ansicht des VdK Niedersachsen-Bremen dringend einer neuen Anerkennungskultur: So sollte zum Beispiel der öffentliche Nahverkehr für ehrenamtlich Tätige kostenfrei sein. Außerdem brauche es kostenlose Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote und dafür entsprechenden Bildungsurlaub. Höhere Steuerfreibeträge für ehrenamtlich tätige Vorstände und eine stärkere Anerkennung von ehrenamtlichem Engagement etwa für Schule und Studium wären ebenso wünschenswert wie eine bessere Transparenz im Bereich der Unfall- und Haftpflichtversicherung. Für Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind, fordert der VdK außerdem einen Rechtsanspruch auf bedingungslose Gewährung einer Assistenz, um ein Ehrenamt auszuüben.

PR
Foto: VdK, Peter Himsel






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