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Mahnwache gegen vermeintliche Sonnenwendfeier der NPD

ESCHEDE. Am Samstag protestierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Rahmen einer Mahnwache gegen die vermeintliche Sonnenwendfeier der NPD. Nachdem schon früh alle Aktionen und Demonstrationen gegen die Sonnenwendfeier am 18. Dezember auf dem NPD Hof seitens des Bündnisses gegen Rechtsextremismus (BgR) coronabedingt abgesagt wurden, schloss sich in der vergangenen Woche das Netzwerk Südheide an. Für beide waren die hohen Inzidenzzahlen und die neue Omikron-Variante Warnung genug, um nicht die Menschen gezielt zu einer weiteren Großveranstaltung aufzurufen und eine Ansteckung zu riskieren.

Dennoch wollte man im Ort nicht einfach alles auf sich beruhen lassen. Das BgR wollte zumindest ein Zeichen setzen und meldete kurzfristig eine Mahnwache an. Mit „angezogener Handbremse“ und mit Unterstützerinnen und Unterstützern aus dem Ort, kamen am Samstag dennoch ca. 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen.

Da diese Mahnwache nur im kleinen Kreise beworben wurde, spricht das Bündnis von einem Erfolg, denn nur so konnten auch alle Regeln zum Infektionsschutz bestmöglich eingehalten werden.

Ihre Anwesenheit blieb den Anwesenden auf dem NPD Hof nicht unverborgen. Der ehemalige Besitzer Joachim Nahtz zeigte sich verwundert, warum die Demonstranten und Teilnehmenden dieser Mahnwache sich stets gegen die Feiern auf den Hof auflehnen. Nahtz sieht die Sonnenwendfeiern als Brauchtumsfeiern, wie sie unter anderen Namen ganz legitim im ganzen Land gefeiert werden. Nicht öffentliche und auch andere Fotos zeigen über ein Dutzend Teilnehmer im Kreis an einem Feuer stehen. Eine Gruppenformation mit Fackeln und Fahnen zeige ein weiteres Bild.

Der Grundgedanke und eine vermittelte Ideologie dahinter wird seit vielen Jahren von den Bündnissen und Netzwerken gegen Rechts kritisiert. Die größeren Veranstaltungen gegen den Hof und die Treffen hatten zuletzt unter den Coronaeinschränkungen stark gelitten, doch das örtliche Bündnis und das Netzwerk Südheide halten an dem Protest weiter fest.

An diesem Wochenende zeigte zumindest die Mahnwache, dass der Protest weiterlebt, jedoch durch Corona nur eingetränkt stattfindet.

Redaktion
Celler Presse

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