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Vollversammlung der Handwerkskammer – Präsident Bade fordert mehr Einsatz für junge Menschen ohne Ausbildung

Angesichts des großen Fachkräftebedarfs im Handwerk forderte Detlef Bade, Präsident der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, anlässlich der Vollversammlung am Donnerstag in Lüneburg, sich verstärkt um junge Menschen ohne Berufsausbildung zu kümmern.

„Es gibt bei uns ein großes Reservoir an jungen Leuten, die durch das Raster fallen. Unverändert schaffen sechs Prozent der Schüler keinen Abschluss, zuletzt rund 50.000 pro Jahr. Und noch immer wechseln jedes Jahr mehr als 200.000 Schulabgänger statt in eine Lehre in den sogenannten Übergangsbereich, der sie weiter auf den Beruf vorbereiten soll. Davon schaffen aber zu wenige tatsächlich den Sprung in eine Ausbildung, sondern drehen nur eine Warteschleife“, sagte Bade. Die Folge: Seit Jahren steigt die Zahl der jungen Menschen, die keine Berufsausbildung haben.

„Fachleute sind sich einig, dass es sich lohnt, sich darum zu bemühen, dass diese jungen Menschen eine Berufsausbildung nachholen, und zwar sowohl für den Einzelnen als auch für die Gesellschaft“, so Bade. Parallel zu verbesserten Regelungen für die Zuwanderung qualifizierter Arbeits- und Fachkräfte müsse daher auch das gesamte inländische Potenzial in der Fachkräftesicherung stärker berücksichtigt werden. „Entscheidend wird sein, die vorhandenen Reserven besser zu fördern und zu nutzen“, sagte der Präsident.

Ob die umstrittene Ausbildungsgarantie dazu beitragen werde, bleibe abzuwarten. Sie könne aber helfen, leistungsschwächere junge Menschen an eine berufliche Ausbildung heranzuführen und ihnen zu signalisieren: Auch ihr habt eine Chance auf eine Ausbildung. Der geplante Ausbau außerbetrieblicher Ausbildungsplätze dürfe aber nicht dazu führen, dass die Konkurrenz um die Bewerber noch größer werde und kleine und mittlere Betriebe des Handwerks vom Ausbildungsmarkt verdrängt werden oder sich frustriert von der Ausbildung verabschieden. „Eins steht bei der ganzen Diskussion für uns im Handwerk fest: Die betriebliche Ausbildung ist und bleibt der Königsweg. Dafür setzen wir uns ein“, erklärte Bade.

PR

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