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Im Zeichen des Klimaschutzes: „Heizplakate“ können Mieter beim Energiesparen und Nebenkostensenken helfen

Wie bringt man Menschen dazu, den individuellen Heizverbrauch zu reduzieren, dadurch merklich Nebenkosten zu senken sowie gleichzeitig den CO2-Ausstoß einzudämmen – vor allem wenn der Winter kalt wird? Darauf wollte auch die LEG eine Antwort. Bereits im Sommer 2021 – und somit noch vor der Energiekrise – beschäftigte sich das Düsseldorfer Immobilienunternehmen mit der Frage, wie es Mieter*innen in ihren rund 167.000 Wohnungen zu einem maßvollen Heizverhalten und somit auch zum Sparen bringen könnte. Die Antwort darauf bildeten umfassende Maßnahmen zur CO2-Reduktion, welche die LEG auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse bereits in der Heizperiode 2021/2022 in ersten Pilotprojekten zum Einsatz brachte.

Zu den konkreten Maßnahmen zählten u.a. „Heizplakate“, die nach dem sog. „Nudging-Ansatz“ entwickelt und in Eingangsbereichen und Treppenhäusern einiger Pilotbestände gut sichtbar aufgehängt wurden. So sollten die LEG-Mieter „genudged“, zu Deutsch angestupst, werden, um ihren Heizverbrauch zu minimieren. Es wurden verschiedene Plakatmotive getestet – mit Erfolg und einer klaren Erkenntnis: Einfache, kurze Texte, starke Bilder und Signalfarben wirken bei den Menschen. Das ‚Verheiz dein Geld nicht‘-Plakat bewirkte beispielsweise im Vergleich zu Gebäuden, in denen kein Plakat aufgehängt wurde, eine CO2-Reduktion um ca. 5 %.

„Wir nutzen die Plakate inzwischen flächendeckend. Das Nudging ist zu einer wichtigen und sehr effizienten Ergänzung unserer Klimaschutzmaßnahmen rund um Heizungsoptimierung und Gebäudesanierung geworden. Hier entwickeln wir uns vom Vermieter zum führenden Anbieter von grünen und digitalen Lösungen für die Wohnimmobilienbranche und identifizieren dafür neue, werthaltige Geschäftsmodelle jenseits der Bestandsbewirtschaftung. Dabei setzen wir auf gute Skalierbarkeit und strategische Partnerschaften, so z.B. im Bereich des seriellen Sanierens, der smarten Thermostattechnik und dem Einsatz von Luft-Luft-Wärmepumpen“, so Stephan Thoenissen, Leiter ESG Nachhaltigkeit der LEG. „Um den Erfolg der Heizplakate jedes Jahr zu wiederholen, ist es dabei wichtig, die Aktion außerhalb der Heizperiode einzustellen – sonst wird sie nicht mehr wahrgenommen.“

Insbesondere in Zeiten der beginnenden Energiekrise und im Sinne ihrer von steigenden Nebenkosten betroffenen Mieter*innen kommunizierte die LEG die Wirksamkeit ihrer Maßnahme transparent – und wurde dafür medial viel beachtet: vom Fachmagazin bis zur Tagesschau (https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/energiekrise-sparen-101.html).

Auch Fachkollegen des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. wurden auf das Thema und das Engagement der LEG aufmerksam. „Wir fanden die Aktion der LEG sehr gelungen und vor allem effizient. Daher haben wir bei den Kollegrn der LEG gefragt, ob wir die Plakate bundesweit für unsere weiteren Mitgliedsunternehmen adaptieren und ihnen zur Nutzung anbieten dürfen“, sagt Dr. Ingrid Vogler, Leiterin Energie und Technik des GdW. „Gerade bei der Dekarbonisierung von Bestandsgebäuden, also der gezielten CO2-Reduktion im Gebäudebereich, sollten wir im Zeichen des Klimaschutzes den Schulterschluss suchen, insbesondere wenn Maßnahmen so einfach umzusetzen sind.“

Als eine von mehreren Maßnahmen zur Veränderung des Nutzerverhaltens hat die LEG das Projekt durch das renommierte Hasso-Plattner-Institut aus Potsdam sowie der Universität St. Gallen begleiten lassen. Die Forscher gelangten zu dem Ergebnis, dass mit dem sog. Green Nudging, beispielsweise dem erwähnten Poster mit dem Aufdruck „Verheiz dein Geld nicht“ sowie mit regelmäßigen Mieter-Informationsanschreiben zum eigenen und komparativen Heizverhalten, der Energieverbrauch von Kund*innen im Pilotprojekt spürbar gesenkt werden konnte. Die Studie zu den Heizplakaten wurde auf der Jahreskonferenz der „Academy of Management“, dem internationalen Berufsverband für Management- und Organisationswissenschaftler, zur wissenschaftlichen Veröffentlichung akzeptiert und als „Best Paper“ gewürdigt.

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