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Grund­stücks­preise und Über­re­gu­lier­ung – Was den Neu­bau in Deutsch­land wirk­lich teu­er macht

Für die steigenden Kosten im Neubau von Immobilien in Deutschland gibt es unterschiedliche Indikatoren. Insbesondere die drastisch gestiegenen Grundstückspreise und die zunehmende Regulierungsdichte im Bausektor belasten Bauvorhaben erheblich. Die Mehrkosten für Energieeffizienzstandards im Neubau sind auch ein Faktor, aber gleichzeitig eine Investition in bezahlbares Wohnen der Zukunft. In einem Factsheet hat die Initiative Klimaneutrales Deutschland (IKND) zusammengefasst, was Neubau in Deutschland wirklich teuer macht.

Die Grundstückspreise haben sich in den letzten zwanzig Jahren verdreifacht und stellen eine bedeutende Herausforderung für Bauvorhaben dar. Die knappe Verfügbarkeit von Bauland im städtischen Raum und die zunehmende Urbanisierung tragen zu dieser Entwicklung bei. Zudem führt die Vielzahl an unterschiedlichen Landesbauordnungen zu einem Flickenteppich an Baubestimmungen, der die Baukosten zusätzlich in die Höhe treibt. Die Stellplatzpflicht, insbesondere in dichtbesiedelten Gebieten, erhöht die Baukosten um zehn Prozent. Material- und Baustoffkosten, hier vor allem mineralische Baustoffe wie Zement, Beton oder Mörtel steigen stetig.

Ein weiterer Faktor sind die im Gebäudeenergiegesetz geregelten Energieeffizienzstandards im Neubau. Sie sind jedoch eine der politischen Maßnahmen im Gebäudebereich mit den höchsten Akzeptanzwerten in der Bevölkerung wie die Ariadne Panel-Daten zeigen. Sie tragen nicht nur dazu bei, langfristig Kosten zu reduzieren, sondern sind auch ein zentraler Bestandteil der notwendigen Dekarbonisierung des deutschen Gebäudesektors. Effizienzstandards sind eine Investition in bezahlbares Wohnen der Zukunft, die eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung erfährt.

Bernhard Wolff, Architekt und Energieeffizienzexperte aus München: „Die Energiewende werden wir nur dann schaffen, wenn wir in den kommenden Jahren all unsere Gebäude auch so bauen oder ertüchtigen, dass die erzeugte und immer wertvoller werdende Wärmeenergie auch in unseren Gebäuden verbleiben kann.“ Weiter sagt Wolff: „Architekten stehen vor einer enormen Herausforderung, da wir vor Verordnungen und Bürokratie kaum noch zur eigentlichen Planung kommen.“

„Gesetzliche Überregulierung, teure Grundstückspreise, kostenintensive Stellplätze. Es gibt zahlreiche Gründe, warum die Kosten für Neubau in Deutschland in den letzten Jahren stark gestiegen sind. Dominiert wird der Diskurs jedoch von den Mehrkosten, die durch die im Gebäudeenergiegesetz geregelten Energieeffizienzstandards entstehen. Dabei tragen genau diese Investitionen zu langfristig zu Einsparungen bei. Das ist gut für Mieterinnen und Mieter sowie für das Klima.“, kommentiert Carolin Friedemann, Geschäftsführerin Initiative Klimaneutrales Deutschland (IKND).

PR
Foto: molnar / Pixabay

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