Mittwoch, 12. August 2026

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Krieg und Vertreibung stoppen – Solidarität mit Rojava – Nord- & Ostsyrien

„Ende des Jahres 2024 haben sich die Ereignisse in Syrien überschlagen. Endlich ist der langjährige Machthaber Assad weg – aber die Kräfte, die nun nach Macht und Einfluss streben sind sehr gefährlich. Die Haiat Tahrir al-Scham (HTS) ist eine ehemalige Al-Qaida-Truppe mit dschihadistischen Werten und Taten. Ihr Anführer Ahmed al-Scharaa und jetztiger Interims-Präsident hat nun einen Anzug angelegt, doch in seinem Gefolge sind Mörder und Kriegsverbrecher“, so das Ezidische Kulturzentrum Celle, der Dachverband der ezidischen Frauenräte e.V., Defend Kurdistan und Women Defend Rojava zum Hintergrund Kundgebung am Mittwoch, den 24. Februar 2025 um 17 Uhr auf der Stechbahn in Celle.

Im Gegensatz dazu wird seit 2012 im Norden und Osten Syriens eine basisdemokratische pluralistische Gesellschaft aufgebaut, welche für Demokratie, kulturelle Gleichberechtigung und Frauenbefreiung einsteht. Bisher ist diese Region und ihre demokratischen Vertreter:innen nicht in den Aufbau eines neuen Syriens integriert. Die sogenannte „Syrische Nationalarmee“ (SNA), gesteuert von der Türkei, führt besonders seit dem Sturz Assads einen Krieg mit massiver Gewalt gegen diese Selbstverwaltung Nord- und Ostsyriens. In den Reihen der SNA sind viele Kämpfer des sogenannten „Islamischen Staates“ mit dessen Logos und Fahnen. Statt in den Medien hier über den völkerrechtswidrigen Krieg der Türkei in Syrien zu berichten, wird eher über baldige Abschiebungen debattiert.

Es gibt Forderungen, dass die Selbstverwaltung und ihre Selbstverteidigungskräfte ihre Waffen niederlegen sollen, auch von der Außenministerin Baerbock. „Ein Hohn angesichts des heißen Krieges mit der Türkei und ihren dschihadistischen Milizen. Es waren vor allem die Selbstverteidigungskräfte QSD, YPG und YPJ, die den sogenannten „Islamischen Staat“ besiegten“, heißt es in der Pressemitteilung der Organisatorinnen der Kundgebung.

„Mit der Kundgebung wollen wir ein Zeichen der Solidarität setzen für die demokratische Selbstverwaltung in Nord- und Ostsyrien. Für ein demokratisches und gleichberechtigtes Syrien braucht es die Anerkennung dieser Selbstverwaltung und ein Ende der türkisch gesteuerten Angriffe. Daher verlangen wir ein Ende der politischen und vor allem militärischen Unterstützung der Türkei durch die BRD. Denn deutsche Waffen werden gegen die stärkste demokratische Kraft in Syrien eingesetzt“, lautet der Appell.

PR
Foto: distelAPPArath / Pixabay