Ratsmitglieder blicken hinter die Kulissen der städtischen Fachbereiche

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WESTERCELLE. Laub harken und in städtischen Anlagen für Ordnung sorgen, das sind nur zwei der vielfältigen Aufgaben des städtischen Grünbetriebs. In dieser Woche jedoch haben die Mitarbeiter tatkräftige und anpackende Hilfe von Klaus Didschies, CDU-Ratsmitglied und Ortsbürgermeister von Klein Hehlen.

Didschies nutzt im Rahmen einer Hospitanz die Möglichkeit, einmal hinter die Kulissen der städtischen Fachbereiche zu schauen, über deren Arbeit er sonst zusammen mit seinen Ratskollegen entscheidet. Doch das Ganze hat nichts mit den sonst in den Sommermonaten bekannten Politikerbesuchen zu tun, die mit Händeschütteln, kurzen Gesprächen und gestellten Fotos für die Fotografen von Termin zu Termin reisen. Didschies muss richtig mit anpacken inklusive frühmorgendlichen Arbeitsbeginn. Statt Hospitanz ist es vielleicht eher eine Art Praktikum. Doch Didschies ist froh darüber, ein Teil des Teams zu sein. Durch die praktische Arbeit bekomme er einen ganz anderen Blick auf die Mitarbeiter des Grünbetriebs und dessen, was sie leisten.

Es gibt aber auch Dinge, die ihn ärgern. Mit zwei Mann sei man zum Beispiel damit beschäftigt, auf Spielplätzen Abfall und vor allem Zigarettenkippen aufzusammeln. „Das muss nicht sein“, findet Didschies, wenn die Bürger etwas auf die Umwelt achten würden und ihren Müll richtig entsorgen oder wieder mitnehmen würden anstatt ihn einfach auf den Boden zu werfen.

Um einen noch besseren Einblick in die aktive Arbeit der Verwaltung zu bekommen, haben Mitglieder des Rates künftig die Möglichkeit, in unterschiedlichen Bereichen zu hospitieren. Didschies hat das Angebot dankend angenommen und möchte auch noch Einblicke in weitere Arbeitsbereiche erhalten. Damit steht er übrigens nicht alleine dar, bestätigt Myriam Meißner von der Stadt Celle. Es hätten sich noch mehr Ratsmitglieder für eine Hospitanz angemeldet. Welche das sind und wo sie einen Blick erhalten wollen, kann sie allerdings derzeit noch nicht verraten.

Dass das Interesse an der Aktion groß ist, freut auch Didschies, der meint: „Die Aktion sei besonders für Rentner geeignet, so hieß es seitens der Stadt. Ich sehe das anders: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg – auch für Berufstätige“. Man darf also gespannt sein, wer noch alles den Schreibtisch gegen körperliche Arbeit tauscht und vor allem, wie diese Erfahrungen Einfluss auf die politischen Entscheidungen nimmt. Für Didschies steht fest: „Ich sehe die Mitarbeiter des Grünbetriebes jetzt natürlich mit ganz anderen Augen und weiß, was sie tagtäglich leisten“.

Redaktion
Celler Presse





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