LINKE: „Betrug lohnt sich offenbar doch – VW zahlt für das Jahr 2015 Boni aus“

NIEDERSACHSEN. Weil der Aktienkurs um mehr als die vereinbarten 25 Prozent gestiegen ist, zahlt der VW-Konzern für das Jahr 2015 nun die Boni, die im Jahr 2016 im Zuge des Abgasskandals noch auf Eis gelegt worden waren, doch aus – trotz Dieselbetrug und geplantem Stellenabbau. Hierzu erklärt Lars Leopold, Landesvorsitzender der niedersächsischen LINKEN:

„Die Bonizahlung ist ein Skandal und ein Schlag ins Gesicht jedes einzelnen betrogenen VW-Kunden und aller Arbeiter*innen, die um ihre Jobs bangen müssen. Das VW-Management hat offenbar nichts dazugelernt. Statt das Vertrauen der Öffentlichkeit, der Kunden und der Beschäftigten zurückzugewinnen, fließen auch weiterhin Millionen für Vorstandsgehälter und Boni, obwohl die VW-Führung ihre Leistung schlichtweg nicht erbracht hat. Sie hat weder den Abgasskandal aufgeklärt noch die deutschen Kunden entschädigt oder irgendeinen Verantwortlichen der Chefetage persönlich zur Rechenschaft gezogen. Der massive Ausbau von prekärer Leiharbeit, der Abbau tausender Arbeitsstellen und das Verhindern der Aufarbeitung zeugen eben nicht von Leistungsfähigkeit, sondern von krimineller Energie. Hier ist Ministerpräsident Stefan Weil gefordert, die Sperrminorität des Landes Niedersachsens zu nutzen. Er muss den Konzern zwingen, die Sozialverantwortung des Eigentums zu achten. Dabei geht es um die bis zu 7.000 konkret bedrohten Stellen, aber auch um die daran hängenden Zulieferbetriebe und die Folgen für die ganze Region. Falls er nicht einschreitet, kann er den Stellenabbau auch direkt selbst anordnen.“

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