VdK: Armut an der Wurzel bekämpfen

NIEDERSACHSEN. Zum morgigen internationalen Tag zur Beseitigung der Armut verlangt der Sozialverband VdK Niedersachsen-Bremen endlich entschlossenes und wirksames Handeln von Politik und Arbeitgebern. Mit einer angemessenen Bezahlung ließe sich das Armutsproblem beheben.

„Armut gibt es überall auf der Welt. Doch wir brauchen noch nicht einmal über die Grenzen hinausschauen: Allein in Niedersachsen sind knapp 16 Prozent der Menschen von Armut bedroht, Bremen ist sogar trauriger Spitzenreiter mit fast 23 Prozent! Für ein reiches Land wie Deutschland ist das beschämend“, kritisiert VdK-Landesvorsitzender Friedrich Stubbe.

Die Ursachen dafür liegen auf der Hand: Im Erwerbsleben sind es die schlecht bezahlten Jobs, die arm machen. Im Alter führt eine zu geringe Rente oder spätestens die Pflegebedürftigkeit in die Armut. Dieser Teufelskreis muss endlich durchbrochen werden, fordert der VdK. Mehr als 20 Prozent der Niedersachsen arbeiten für einen Niedriglohn, mit dem sie keine auskömmliche Alterssicherung erwirtschaften können. „Da ist Armut im Alter vorprogrammiert“, so Stubbe. „Es ist notwendig, das Problem an der Wurzel zu bekämpfen: Der Mindestlohn muss entschieden angehoben werden, prekäre Arbeitsverhältnisse im Niedriglohnsektor müssen der Vergangenheit angehören und wir brauchen dringend mehr sozialversicherungspflichtige Jobs.“

Der Verband appelliert auch an die Arbeitgeber, bessere Arbeitsverhältnisse zu schaffen. Denn gute Arbeit verdient angemessene Entlohnung. Nur so könnten die Beschäftigten armutsfeste Renten erwirtschaften und wären im Alter nicht auf staatliche Leistungen angewiesen.

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