Neujahrsempfang des Landessozialgerichts

CELLE. Der Präsident des Landessozialgerichts Niedersachsen-Bremen Peter Heine begrüßte zu seinem diesjährigen Neujahrsempfang über 70 Beschäftigte aus den beiden Häusern seines Geschäftsbereichs.

Besonders begrüßte der Präsident die im letzten Jahr neu ernannte Vizepräsidentin des LSG Lioba Huss, die neu ernannten Vorsitzenden des 1. Senats Uwe Dreyer und des 12. Senats Jörg Hagedorn sowie die neu ernannten Richterinnen und Richter am Landessozialgericht Susanne Nachtwey, Julia von Wehren und Christian König. Ebenfalls seit 2019 verstärken die Justizangestellten und Beamtinnen Frau Hertwig, Frau Jäger und Frau Okunek das Landessozialgericht in Celle und Bremen.

Präsident Peter Heine blickte auf das abgeschlossene Jahr 2019 zurück und dankte den Beschäftigten der Sozialgerichtsbarkeit sowie insbesondere den Mitgliedern der Personalvertretungen für die vertrauensvolle, engagierte und konstruktive Zusammenarbeit. Das vergangene Jahr sei beim Landessozialgericht durch personelle Kontinuität bei gleichzeitig moderaten Eingangszahlen für neue Verfahren geprägt gewesen. Dadurch habe das Landessozialgericht 700 Bestandsverfahren abbauen können – „eine beachtliche Menge“, wie Heine sagte.

Anders habe sich die Situation bei den Sozialgerichten dargestellt. Sie sei durch eine deutlich höhere Personalfluktuation und steigende Eingangszahlen – insbesondere einer neuen Welle von Krankenhausklagen – gekennzeichnet gewesen. Ein Bestandsabbau bei gleichzeitigem Verlust von Richterstellen sei so nicht möglich gewesen. „Wenn die Schere zwischen zweiter und erster Instanz weiter so auseinandergeht, werden wir darüber nachdenken müssen, wie wir den Sozialgerichten helfen können“, sagte Heine.

Mit Blick auf das laufende Jahr hob Heine die Herausforderungen durch die fortschreitende
Digitalisierung hervor. Beim Pilotgericht Stade stehe 2020 die Umstellung des gesamten Gerichts an. Die übrigen Sozialgerichte sollten schrittweise nachfolgen. „Wir haben uns eine ambitionierte Planung vorgenommen“, so Präsident Heine. „Außerdem werden wir in das Thema Sicherheit investieren müssen. Hier sind die Anforderungen gestiegen und dem werden wir Rechnung tragen.“

Zu den Personen:

Lioba Huss ist 1965 in Soest geboren. Ihre berufliche Laufbahn begann sie im damaligen Niedersächsischen Frauenministerium. 1998 wechselte sie in die Sozialgerichtsbarkeit an das Sozialgericht Hannover und wurde 2006 zur Richterin am Landessozialgericht ernannt. Ab 2011 war sie als Präsidialrichterin I für das richterliche Personal verantwortlich. Nach einer Zwischenstation als Vizepräsidentin des Sozialgerichts Hannover (2015-2016) folgte die Leitung des Personalreferats im Niedersächsischen Justizministerium. Seit 2018 ist sie Vorsitzende des 15. Senats beim Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen (Angelegenheiten der Grundsicherung für Arbeitssuchende). Im April 2019 wurde sie zur Vizepräsidentin des Landessozialgerichts Niedersachsen-Bremen ernannt und leitet seitdem die Zweigstelle Bremen. Frau Huss ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Uwe Dreyer ist 1960 geboren. Vor seinem Eintritt in die niedersächsisch-bremische Sozialgerichtsbarkeit im Jahr 1997 schloss er die Ausbildung zum Diplom-Verwaltungswirt ab und war nach seinem Studium seit 1994 als Landesverwaltungsassessor bei der LVA Hannover tätig. Von 1997 bis 2007 war er – unterbrochen durch die Erprobungszeit im Jahr 2001 – am Sozialgericht Braunschweig tätig. 2007 wurde er zum Richter am Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen ernannt. Seit Oktober 2019 ist er Vorsitzender des 1. Senats (Gesetzliche Rentenversicherung, Anfrageverfahren nach § 7a SGB IV sowie Betriebsprüfungen, Streitigkeiten nach dem AAÜG). Herr Dreyer ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Jörg Hagedorn ist 1963 in Nienburg/Weser geboren. Vor seinem Eintritt in die niedersächsisch-bremische Sozialgerichtsbarkeit im Jahr 2008 war er ab 1993 Richter am Verwaltungsgericht Bremen. Unterbrochen wurde diese Tätigkeit durch seine zweijährige Abordnung zum Senator für Justiz und Verfassung und die Erprobungszeit beim LSG. Seit 2008 war er als Richter am Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen im 14. und 15. Senat und daneben als Bibliotheksreferent, als Prüfer für die erste juristische Staatsprüfung und als Richterrat für die bremischen Richterinnen und Richter des LSG tätig. Seit Oktober 2019 ist er Vorsitzender des 12. Senats (Gesetzliche Rentenversicherung, Anfrageverfahren nach § 7a SGB IV, Betriebsprüfungen, Pflegeversicherung). Herr Hagedorn ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Susanne Nachtwey ist 1973 geboren. Nach Ihrer Ausbildung zur Diplom-Verwaltungswirtin und dem Studium trat sie 2003 in die nordrhein-westfälische Sozialgerichtsbarkeit ein und war an den Sozialgerichten in Köln und Detmold tätig. 2009 wechselte sie an das Sozialgericht Braunschweig. Nach ihrer Erprobung von Oktober 2011 bis Juni 2012 kehrte sie an das Sozialgericht Braunschweig zurück und war dort auch als Mediatorin tätig. Von November 2014 bis Februar 2019 war sie weitere Aufsicht führende Richterin am Sozialgericht Hildesheim. Anschließend wechselte sie an das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen und ist seitdem als Präsidialrichterin I für das richterliche Personal verantwortlich und Mitglied im 5. Senat (Angelegenheiten des Schwerbehindertenrechts). Frau Nachtwey ist verheiratet und hat vier Kinder.

PR

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