Coronakrise zeigt Auswirkungen auf DJH Jugendherbergen in Niedersachsen

NIEDERSACHSEN. Die Coronakrise zeigt nun auch ihre Auswirkungen in den niedersächsischen Jugendherbergen des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH). Alle 23 Häuser im Landesverband Hannover sind vorläufig bis zum 19. April geschlossen.

In den letzten Tagen wurden in den Häusern Übernachtungen in siebenstelliger Höhe storniert, was schon jetzt Umsatzeinbußen von mehreren Millionen Euro mit sich bringt. Alle Beteiligten geben sich nun die größte Mühe, dass die Jugendherbergen, die dieses Jahr ihren 111. Geburtstag feiern, in Niedersachsen nicht aufhören zu existieren. Die niedersächsische Landesregierung wurde bereits um Unterstützung gebeten.

„In den nächsten Tagen versuchen wir gute Lösungen rund um Stornierungen und Umbuchungen für unsere Gäste zu finden“ so der Vorstandsvorsitzende Peter Peschel. Er ergänzt: „Sämtliche Investitionen sind nun zurückgestellt. Der Verband muss sich vorerst um wichtige Themen wie Kurzarbeit und Überbrückungskredite aufgrund der finanziellen Notsituation kümmern ohne die Herausforderungen als gemeinnütziger Verband mit gemeinwohlorientierten Zielen aus den Augen zu verlieren.“

„Wir wollen trotzdem in die Zukunft blicken”, sagt Norbert Dettmar, Geschäftsführer des DJH Landesverbandes in Hannover. „Wir sehen unsere Aufgabe gerade nach der Krise als wichtigen anerkannten Partner der freien Jugendhilfe. Unsere DJH Jugendherbergen sind Stätten des sozialen Lernens und damit ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaft.“

Der Landesverband Hannover hat im vergangenen Jahr 380.000 Übernachtungen verzeichnet. Die insgesamt 23 Häuser erzielten dabei einen Jahresumsatz von 16 Millionen Euro und beschäftigen rund 300 Mitarbeiter.

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