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Die kleine Schule im KESS

NIENHAGEN. „Wir waren vor Corona nicht gleich, wir sind während Corona noch weniger gleich und wir werden nach Corona noch viel ungleicher sein – wenn wir nicht aufwachen und handeln“, behauptet Prof. Birgit Leyendecker vom Interdisziplinären Zentrum für Familienforschung an der Ruhr-Universität Bochum in einem Podcast und beschreibt damit insbesondere damit die Auswirkungen auf Kinder und ihre Familien, die durch die Corona-Pandemie entstanden sind.

Doch, was lässt sich vor Ort – möglichst zeitnah und unbürokratisch überhaupt organisieren? Diese Frage stellte sich das Team vom KESS – gemeinsam mit den Kolleg*innen beider Sozialämter – und entwickelte in Absprache mit den Schulen vor Ort „Die Kleine Schule“ im KESS. Insgesamt 38 Kinder und Jugendliche aus den Samtgemeinden Wathlingen und Flotwedel erhalten seit nunmehr sieben Wochen zwei bis dreimal in der Woche eine jeweils individuelle Lernförderung – zunächst im 1:1-Kontext, dann in Haushaltsgemeinschaften und später in Kleingruppen. „Zunächst ging es einfach darum, Strukturen zu schaffen und die Kinder wieder an eine Regelmäßigkeit zu gewöhnen“, berichtet Sigrid Thöling, die als Sozialpädagogin die Familien- und Integrationsbüros leitet. „Wichtig war uns vor allem, dass die Kinder gerne kommen und wieder mit Freude lernen.“

Um die Zeit der Sommerferien für die Kinder zu nutzen, wurde zudem eine so genannte „Summerschool“ eingerichtet: In zwei Modulen geht es in der ersten Ferienwoche um das Thema „Familien-Kultur“. Für das Team von Sigrid Thöling konnte neben einer erfahrenen Erzieherin eine junge Kulturwissenschaftlerin gewonnen werden, die sich in einem Medienprojekt gemeinsam mit den Kindern auf die Spuren der eigenen kulturellen Identität begibt:  Wer bist Du, was magst Du, was nicht, was möchtest Du uns über Dich erzählen?

In den Modulen drei und vier zum Ende der Sommerferien stehen dann Märchen als Ausdruck einer gesellschaftlichen kulturellen Identität auf dem Programm. Sigrid Thöling ist sich sicher: „Unsere kleine Schule wird auch nach den Sommerferien weiter bestehen. Kinder mit unterschiedlichen Startbedingungen im Leben brauchen auch eine individuell unterschiedliche Begleitung in ihren Lernprozessen! Wir sind immer wieder froh, dass wir in unseren Samtgemeinden Wathlingen und Flotwedel so schnell und unbürokratisch im Bereich der Integration Projekte umsetzen können.“

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