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Der Erntedank erfolgt dieses Jahr online – Landwirte und Kirchen feiern mit Live-Aktionen und im Internet das Ende der Ernte

NIEDERSACHSEN. Alle Jahre wieder danken Landwirte gemeinsam mit den Kirchen für das erfolgreiche Einbringen der Ernte. Doch 2020 ging nicht nur oft der bange Blick zum Himmel mit der Frage „gibt es genug Regen“ – in diesem Jahr stand auch und gerade die Arbeit der Bäuerinnen und Bauern unter dem Einfluss der Corona-Pandemie.

Im Frühjahr wurde zunächst ein Einreisesstopp für ausländische Erntehelfer verhängt. Erst das massive Drängen der Bauernverbände hat bewirkt, dass die insbesondere für die Spargelernte wichtigen Saisonarbeitskräfte unter Auflagen ins Land kommen durften. „Jetzt dürfen wir Innehalten und am Ende eines arbeitsreichen Sommers danke sagen für eine solide Ernte, die uns trotz aller Widrigkeiten wie Trockenheit und Coronavirus überwiegend zuversichtlich auf die nächsten Monate blicken lässt“, sagt Landvolkpräsident Albert Schulte to Brinke.

Das dritte Jahr in Folge gab es zu wenig Regen. Dennoch sind die Erträge bei den meisten Getreiden und Früchten recht ordentlich. Regional haben sich große Unterschiede gezeigt. Schulte to Brinke erinnert die Verbraucherinnen und Verbraucher in seinem Erntedank daran, dass sie sich auf die harte Arbeit der Landwirte verlassen können. „Wir sorgen dafür, dass die Regale in den Geschäften gut gefüllt sind. Das ist allen bewusst geworden, als im Frühjahr durch die Pandemie und den Lockdown auch die Frage nach einer ausreichenden Versorgung mit Lebensmitteln gestellt worden ist“, zeigt der Landvolkpräsident auf. „Unsere Landwirtinnen und Landwirte können aber jederzeit den Nachschub sicherstellen. Die Regale bleiben gefüllt.“ Landwirtschaft bedeutet aber noch viel mehr: Bäuerliche Betriebe sind ein wichtiger und sich oftmals selbst erhaltender Wirtschaftszweig abseits der Ballungsgebiete. Sie sind modern und innovativ. Bauern schützen aktiv die Umwelt – sie fordern zurecht mehr Anerkennung für ihren Einsatz und ihre Leistung gerade auch beim Naturschutz mit dem Niedersächsischen Weg statt immer neuer repressiver Vorschriften wie bei der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung oder dem Dünge- und Nitratrecht. „Die Interessen der Landwirte müssen geschützt werden; ihr Wirtschaften muss auskömmlich bleiben“, bekräftigt Schulte to Brinke. Erntedank wird in Niedersachsen nicht nur gemeinsam mit den Kirchen unter Corona-Bedingungen gefeiert. Die alljährliche Übergabe der Erntekrone der Landjugend an den Landesbischof erfolgte im kleinen Kreis, zudem gibt es viele kleine Feste und Aktionen vor Ort – die meisten davon finden in diesem Jahr aber online statt. Organisationen wie die Landfrauen oder die Landjugend sagen „virtuell“ danke, bieten Plattformen zum Mitfeiern und senden die biblische Botschaft „Man lebt nicht vom Brot allein“ digital um die ganze Welt.

LPD
Foto: Landvolk Niedersachsen





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