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Umgang mit Lebensmitteln in Kindertagesstätten – Ministerin Otte-Kinast in Talkrunde mit Verbraucherzentrale

NIEDERSACHSEN. Lebensmittel wertschätzen, Reste vermeiden – unter diesem Motto hat die Verbraucherzentrale Niedersachsen eine Umfrage in Kindertagesstätten durchgeführt. Im September und Oktober 2020 wurden 55 Einrichtungen in Niedersachsen befragt sowie ergänzend Restemessungen in einigen KiTas durchgeführt. Einblicke in die Ergebnisse erhielten die Teilnehmer gestern in einer Online-Veranstaltung. Im anschließenden Praxistalk mit Barbara Otte-Kinast, Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, stand der achtsame Umgang mit Lebensmitteln im Vordergrund. Die Aktion ist Teil der Initiative „KiTa auf EssPedition“. Sie möchte Kindertageseinrichtungen anregen, sich praxisnah und kreativ mit Ernährungsthemen auseinanderzusetzen.

Die Ergebnisse der Befragung zeigen: Die beteiligten KiTas setzen sich für einen bewussten und sorgfältigen Umgang mit Lebensmitteln ein. Wichtigstes Argument dafür ist, die Umwelt weniger zu belasten. Deshalb werden vorwiegend unverarbeitete Lebensmittel und saisonale Produkte verwendet. Lebensmittelabfälle noch stärker zu vermeiden, wünschen sich 51 Prozent der Befragten, wenngleich schon jetzt viel dafür getan wird. Beispiele sind eine genaue Planung und die tagesaktuelle Anpassung der benötigten Portionen. Auch ein gutes Gespür für die Zusammenstellung der Mahlzeiten hilft, Lebensmittelabfälle zu reduzieren. Bei der Verwertung von Resten beschreiben 75 Prozent der KiTas unterschiedliche Maßnahmen – etwa das Einfrieren, die kurzfristige Verarbeitung oder das erneute Anbieten am Nachmittag. Hier sehen viele Einrichtungen jedoch Grenzen durch die Hygieneanforderungen. Neben der Vermeidung von Abfällen spielen Bioprodukte eine große Rolle: 53 Prozent der Befragten geben an, zukünftig mehr Bioprodukte bei der Mittagsverpflegung berücksichtigen zu wollen.

Mit den Resterhebungen wurden erstmals Daten von Lebensmittelabfällen in nieder-sächsischen Kitas nach einem einheitlichen Messverfahren erhoben. Weitere Erhe-bungen sind geplant.

Praxistalk zum achtsamen Umgang mit Lebensmitteln

Die niedersächsische Verbraucherschutzministerin Barbara Otte-Kinast setzt sich für Lebensmittelwertschätzung und die Vermeidung von -abfällen ein. Im Praxistalk stellte sie vor, was dafür aus ihrer Sicht in Kindertagesstätten getan werden kann. „Ein nachhaltiges Ess- und Trinkverhalten zu lernen, ist kinderleicht. Kinder lernen schnell, ihr Essverhalten wird durch das Angebot an Nahrungsmitteln und durch Vorbilder bestimmt. Kindertagesstätten haben daher eine Schlüsselfunktion, eine gesunde Ernährung und die Wertschätzung von Lebensmitteln schon den Kleinsten zu vermitteln. Auch so wird Lebensmittelverschwendung verhindert!“ Die Vorstellung von Best Practice-Beispielen helfe anderen Einrichtungen auf dem Weg zu mehr Umweltbewusstsein und Klimaschutz.

Astrid Fels, Küchenleitung der „CampusKita“ in Osnabrück, betonte, wie wichtig es ist, dass alle Beteiligten einbezogen werden. „Pädagogen machen neugierig auf Unbe-kanntes und die Küchenleitung ist für eine gesunde und nachhaltige Speisenplanung verantwortlich. Erst durch ein gutes Zusammenwirken können Kinder Geschmack und Genuss am Essen entwickeln.“

Weitere Informationen zur Initiative KiTa auf EssPedition unter www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/kita-auf-esspedition

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