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Rheinmetall setzt mit „Werk Niedersachsen“ bedeutenden Schritt in der nationalen Sicherheitsvorsorge

Bundeskanzler Olaf Scholz, die Ministerpräsidentin des Königreichs Dänemark, Mette Frederiksen, und Verteidigungsminister Boris Pistorius vollziehen gemeinsam mit Armin Papperger, dem Vorstandsvorsitzenden der Rheinmetall AG, den symbolischen ersten Spatenstich für das „Werk Niedersachsen“. Die neue Fabrik in Unterlüß wird die nationale Sicherheitsvorsorge stärken und eine unabhängige Versorgung mit Artilleriemunition gewährleisten. Trotz positiver Reaktionen seitens politischer Vertreter stoßen jedoch auch Proteste gegen das Millionenprojekt auf.

Heute markierte der symbolische erste Spatenstich für das „Werk Niedersachsen“ von Rheinmetall in Unterlüß einen bedeutenden Schritt in der nationalen Sicherheitsvorsorge. Bundeskanzler Olaf Scholz, begleitet von der Ministerpräsidentin des Königreichs Dänemark, Mette Frederiksen, sowie Verteidigungsminister Boris Pistorius und Armin Papperger, dem Vorstandsvorsitzenden der Rheinmetall AG, setzten den symbolischen ersten Spatenstich  für die neue Munitionsfabrik. Die Feierlichkeit wurde von zahlreichen hochrangigen Vertretern aus Politik, Verwaltung, Streitkräften und Industrie begleitet.

Das Unternehmen investiert rund 300 MioEUR in den Bau der Fabrik, die vollständig von Rheinmetall finanziert wird. Der Fokus liegt auf der Produktion von Artilleriemunition, Sprengstoff und Komponenten für Raketenartillerie.

Die neue Fabrik wird etwa 200.000 Artilleriegranaten pro Jahr herstellen und damit einen Beitrag zur nationalen Sicherheitsvorsorge leisten. Mit einer autarken Produktion vor Ort strebt Rheinmetall an, die komplette Wertschöpfungskette für Artilleriemunition abzudecken.

Trotz der positiven Perspektiven stößt das Projekt auf Protest. Die Friedensaktion Südheide versammelte sich am Rand der Veranstaltung zu einer Mahnwache. Hans-Dietrich Springhorn kritisiert die 300 Mio EUR Investitionssumme als nicht nachhaltig und bemängelt, dass die Produkte zweckgebunden für Kriege seien. Der breite Protest zeigt, dass die Diskussion um das „Werk Niedersachsen“ kontrovers geführt wird.

Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG, betonte in seiner Rede die Bedeutung des Standorts Unterlüß. Der Vorstandsvorsitzende erklärt, dass die Schaffung des „Werk Niedersachsen“ einen entscheidenden Beitrag zur Sicherung der strategischen Souveränität Deutschlands leisten wird. Das neue Werk in Unterlüß wird nicht nur nationale Maßstäbe setzen, sondern auch ein europäisches Zentrum der Produktion werden. Papperger betont die Verantwortung und den Willen von Rheinmetall, maßgeblich zur Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und seiner europäischen Partner beizutragen. Papperger würdigt die politische Entscheidung Deutschlands, die Verteidigungsausgaben zu erhöhen und sich aktiv in internationalen Sicherheitsfragen zu engagieren. Er hebt hervor, dass Deutschland nun der größte Unterstützer der Ukraine in Europa ist. Der Vorstandsvorsitzende lobt die Bundesregierung für ihre Führungsrolle und betont, dass Rheinmetall bestrebt ist, diejenigen mit den bestmöglichen Ausrüstungen auszustatten, die sich für die Sicherheit des Landes einsetzen.

Bundeskanzler Olaf Scholz hebt die Bedeutung des neuen Niedersachsenwerks hervor, das mit einer Investition von 300 Millionen Euro die Grundlage für eine eigenständige und dauerhafte Versorgung der Bundeswehr und europäischer Partner mit Artilleriemunition legt. Scholz verdeutlicht die Dringlichkeit eines solchen Projekts und zieht einen Vergleich zur Zügigkeit anderer Industriezweige im Vergleich zur Rüstungsproduktion. Er lobt Rheinmetall und andere Unternehmen der Verteidigungsindustrie dafür, schnell neue Produktionsstraßen errichtet und den Betrieb hochgefahren zu haben.

Der Bundeskanzler betont die politische Zusage Deutschlands, 2% der Wirtschaftsleistung für die Verteidigung einzusetzen, um die Bundeswehr zu einer der leistungsfähigsten konventionellen Streitkräfte in Europa zu machen. Er hebt die Bedrohung durch imperialistische Ambitionen hervor und unterstreicht die Unterstützung der Ukraine, wobei Deutschland militärisch der zweitgrößte Unterstützer nach den USA ist.

Scholz dankt den Vereinigten Staaten für ihre Zusammenarbeit und appelliert an alle europäischen Länder, mehr zur Unterstützung der Ukraine beizutragen. Er äußert sich hoffnungsvoll bezüglich eines finanziellen Engagements und würdigt die Bedeutung einer soliden industriellen Basis für die Verteidigung.

Abschließend betont der Bundeskanzler die Wichtigkeit einer flexiblen, modernen und leistungsfähigen Verteidigungsindustrie für Deutschland. Er freut sich über die Schaffung von über 300 bis 500 Arbeitsplätzen in der Südheide und sieht das neue Werk als Signal für die Sicherheit des Landes. Scholz unterstreicht die Notwendigkeit von Tempo bei Genehmigungen und lobt die Flexibilität der deutschen Verteidigungsindustrie.

Ministerpräsidentin Mette Frederiksen erinnert in ihrer Rede an das Versprechen Dänemarks, die Ukraine so lange zu unterstützen, wie es notwendig ist. Sie betont, dass Dänemark bereits erhebliches Material an die Ukraine geliefert hat und unterstreicht die Notwendigkeit, dass Europa Stärke zeigen muss.

Frederiksen hebt hervor, dass die Zeit nicht auf der Seite Europas steht, und appelliert daher an alle Länder, die Produktion von Rüstungsgütern zu erhöhen. Sie sieht eine starke EU und eine starke NATO als essenziell an und betont, dass Waffen benötigt werden, um diese Stärke zu gewährleisten. Frederiksen unterstreicht die Bedeutung von Zusammenhalt und militärischer Verteidigungsfähigkeit in Anbetracht der aktuellen geopolitischen Lage. Insgesamt betont die Ministerpräsidentin die Dringlichkeit einer gestärkten europäischen Verteidigung und hebt die Rolle der Rüstungsproduktion in dieser Herausforderung hervor.

Nach den eindrucksvollen Hauptreden, welche die strategische Bedeutung des neuen Werks Niedersachsen für die nationale Sicherheit und die europäische Verteidigungsfähigkeit betonten, hat unsere Redaktion weitere Statements von regionalen Vertretern, Mitarbeitern und Interessenvertretern eingeholt. Diese verdeutlichten die lokale Bedeutung des Projekts und die positiven Auswirkungen auf die Wirtschaft sowie die Schaffung von hochqualifizierten Arbeitsplätzen. Die gemeinsame Vision von Sicherheit und Fortschritt wurde durch diese vielfältigen Perspektiven eindrücklich unterstrichen, und die Veranstaltung setzte somit einen wichtigen Meilenstein für die Zukunft der Verteidigungsindustrie und die regionale Entwicklung.

Die Bürgermeisterin der Samtgemeinde Südheide, Katharina Ebeling, äußerte sich begeistert über das bedeutende Investment, nicht nur für Deutschland, sondern auch weltweit. Angesichts der politischen Lage sei das Werk von großer Notwendigkeit.

Landrat Axel Flader begrüßt die Errichtung des neuen Werks Niedersachsen in Unterlüß als bedeutenden Schritt für die Region. Er sieht die neue Produktionsstätte als wichtige Antwort auf die aktuelle Sicherheitslage und betont die Notwendigkeit, die nationale Verteidigungsfähigkeit zu stärken. Flader hebt hervor, dass die Schaffung von Arbeitsplätzen durch das Werk einen positiven Einfluss auf die lokale Wirtschaft haben wird. Die Sicherung von Beschäftigung und die Möglichkeit, hochqualifizierte Arbeitskräfte in der Region zu halten, sind laut Landrat Flader entscheidende Aspekte.

Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies betonte, dass man vor fünf Jahren skeptisch war, sich nun jedoch in einer Zeit befinde, in der Investitionen in die Rüstung und Sicherheit notwendig seien. Die neue Produktion bringe nicht nur wirtschaftliche Impulse, sondern schaffe auch dringend benötigte Arbeitsplätze in der Region.

Die Meinungen über das Projekt sind jedoch nicht einheitlich. Der Bundestagsabgeordnete Henning Otte sieht den Besuch des Kanzlers vor Ort als wichtiges Zeichen, kritisiert jedoch die Höhe des Sondervermögens. Auch der Verteidigungsetat müsse seiner Ansicht nach erhöht werden, um die nationale Sicherheit zu gewährleisten.

Der ukrainische Botschafter Oleksii Makeiev betonte die Bedeutung des neuen Werks für die Ukraine. Rheinmetall sei bereits ein wichtiger Lieferant, und die Munitionsproduktion in Deutschland werde die Sicherheit in der Europäischen Union stärken.

Rheinmetall gibt in einer Pressemitteilung Hintergrundinformationen zum „Werk Niedersachsen“. Das Unternehmen investiert rund 300 MioEUR in den Bau der Fabrik, die vollständig von Rheinmetall finanziert wird. Der Fokus liegt auf der Produktion von Artilleriemunition, Sprengstoff und Komponenten für Raketenartillerie.

Die neue Fabrik wird etwa 200.000 Artilleriegranaten pro Jahr herstellen und damit einen Beitrag zur nationalen Sicherheitsvorsorge leisten. Mit einer autarken Produktion vor Ort strebt Rheinmetall an, die komplette Wertschöpfungskette für Artilleriemunition abzudecken.

Trotz der positiven Perspektiven stößt das Projekt auf Protest. Die Friedensaktion Südheide versammelte sich am Rand der Veranstaltung zu einer Mahnwache. Hans-Dietrich Springhorn kritisiert die 300 MioEUR Investitionssumme als nicht nachhaltig und bemängelt, dass die Produkte zweckgebunden für Kriege seien. Der breite Protest zeigt, dass die Diskussion um das „Werk Niedersachsen“ kontrovers geführt wird.

Redaktion
Celler Presse
Fotos: Celler-Presse.de

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