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Baugenehmigungen brechen 2023 um mehr als ein Viertel ein – Mieterbund warnt vor verschärfter Wohnungskrise

Laut Statistischem Bundesamt ist 2023 die Zahl genehmigter Wohnungen gegenüber dem Vorjahr um fast 100.000 auf nur noch rund 260 000 zurückgegangen. Das ist der niedrigste Stand seit 2012. Auch im für Mieterinnen und Mieter besonders relevanten Sektor der Mehrfamilienhäuser sank die Zahl der genehmigten Wohnungen um ein Viertel bzw. rund 50.000.

„Die Lage auf dem Wohnungsmarkt verschärft sich weiter, der Einbruch des Wohnungsbaus ist mehr als besorgniserregend. Während sich die Ampel mit ihrem Wachstumschancengesetz verheddert, stehen immer mehr Mieterinnen und Mieter vor existentiellen Herausforderungen. Die Wohnungspolitik der Ampel hat uns bisher in keiner Weise weitergebracht“, kommentiert Lukas Siebenkotten, Präsident des Deutschen Mieterbundes (DMB), die heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamts.

Die Mietpreisspirale hat 2023 deutlich an Dynamik gewonnen, die Mieten steigen mittlerweile zweistellig. Im Durchschnitt sind die Mieten inserierter Bestandswohnungen laut Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) in Deutschland im ersten Halbjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum im um 7,6 Prozent gestiegen – auf 10,21 Euro pro Quadratmeter nettokalt. In den kreisfreien Großstädten über 500.000 Einwohner stiegen sie sogar um 11 Prozent auf 13,30 Euro je Quadratmeter nettokalt. Vor dem Hintergrund der umfassenden Wohnungs- Mieten- und Baukrise lässt sich leider auch keine Trendänderung prognostizieren, im Gegenteil, nahezu alle Experten gehen von weiter steigenden Mietpreisen und einbrechenden Neubauzahlen aus.

„Die Wohnungen die heute nicht genehmigt werden, können auch morgen nicht gebaut werden. Wir brauchen jetzt endlich eine nationale Offensive für bezahlbares Wohnen und Bauen sowie einen Mietenstopp im Bestand, um Mieterinnen und Mietern die dringend benötigte Atempause zu verschaffen, ansonsten drohen uns massive soziale Verwerfungen. Die Bundesregierung muss jetzt handeln“, fordert Siebenkotten.

PR
Foto: molnar / Pixabay

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