Großer Zapfenstreich vor dem Celler Schloss

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CELLE. Ein Jahr lang regierte der Hauptkönig Harald Dratius, und mit dem Ende seiner Amtszeit wurde ihm große Ehre zuteil. Zum Großen Zapfenstreich vor dem Celler Schloss kamen nach dem Fackelzug die fünf Celler Schützengesellschaften und Ehrengäste zusammen, um dem scheidenden König zu huldigen.

Zuvor fand das traditionelle Fischessen in der Congress Union, an dem die Schützengesellschaften mit dem Schafferrat teilnahmen, statt.  Ebenfalls eine Tradition, die  Fischrede des Oberbürgermeisters der Stadt Celle, Dr. Jörg Nigge, für den die Veranstaltung eine Premiere war.

Der OB brillierte mit einer satirischen Rede mit viel Witz und Selbstironie. Zuvor hatte er jedoch seine Amtskette abgelegt, als er dann mit den Anwesenden einen satirischen Ausflug in das Jahr 2030 unternahm. Obwohl dann der Bundespräsident Lukas Podolski heißen könnte, wäre dann immer noch in Celle die Welt in Ordnung. Allerdings hatte dann schon eine Schar Verzweifelter angefangen, einen Tunnel für die noch immer nicht fertige Ortsumgehung zu buddeln. Seine Rede fand großen Anklang, lockerte schon zu Beginn die Stimmung auf und wurde mit viel Applaus bedacht.

Nach dem Fischessen und einigen Ehrungen machten sich die Schützen zum Abmarsch Richtung Schloss bereit. Die neuen Fackeln konnten in Empfang genommen werden, und die Polizei hatte bereits die Fahrspur vor der Union für die Schützen gesichert. Die Gesellschaften und Musikcorps stellten sich auf und der Fackelmarsch konnte beginnen.

Es ging wie in jedem Jahr einmal durch die Altstadt. Mit Fackeln und muskalischer Begleitung zog der sehr lange Zug durch die Westcellertorstraße, den Grpßen Plan, die Poststraße, Mauernstraße, Am Heiligen Kreuz, Zöllnerstraße über die Stechbahn zum Schloss. Passanten säumten die Straßen und schauten dem Spektakel zu. Am Schloss angekommen, kümmerte sich Kommandeur Ulf Walbrecht darum, dass alle Schützen ordnungsgemäß ihre Positionen einnahmen.

Der Oberste Hauptschaffer Norbert Schüpp begrüßte die vielen Zuschauer, die dem Große Zapfenstreich beiwohnten. Schüpp erinnerte an die langjährige Tradition und verwies zugleich auch auf das in Celle existierende Schützenmuseum.

Hauptkönig Harald Dratius wisse zwar, dass ein Jahr 365 Tage hat, doch seine Amtszeit verging für ihn wie im Flug, teilte er den Zuschauern mit. Es sei für ihn eine unglaublich anstrengende aber auch schöne Zeit gewesen, fügte der scheidende Hauptkönig an. Nach alter Tradition von 1928 wird in Celle ein Hauptkönig gekürt. Dazu hatten sich die “Fünf Vereinigten Celler Schützengesellschaften” zusammengetan und feiern mit den Bürgern der Stadt einen gemeinsamen König.

An Symbolik kaum zu übertreffen, gehört es ebenfalls dazu, dass der noch amtierende Hauptkönig symbolisch den Schlüssel der Stadt erhält. So empfing ihn auch Harald Dratius „Der vielseitige Wassersportler“ den goldenen Schlüssel. Die angetretenen Schützen der fünf Gesellschaften ließen schon von Beginn an die Grünfläche frei. Vor dem Schloss, den Zuschauern und Schützen zugewandt, war der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehren Burgdorf – Hänigsen und Spielmannzug des Bergmannsverseins Riedel aus Hänigsen aufgestellt.

Der Hauptkönig durfte sich für die Serenade ein besonderes Lied wünschen. Dratius wünschte sich den Song des US-amerikanischen Serien-Klassikers „Hawaii Five-0“ von Morton Stevens.

Im Anschluss wurde der offizielle Teil des Zapfenstreiches mit dem Gebet und der Nationalhymne fortgesetzt, bevor es schließlich mit Begleitung vieler Zuschauer zum Festzelt auf dem Schützenplatz auf der Allerinsel ging.

Redaktion
Celler Presse

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