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7. CIAT fand in Celle wieder großen Anklang – Stimmungsvolle Präsentation der Gespanne

Aug 27, 2017

CELLE. Auf großes Interesse bei den Celler Bürgerns stieß am vergangenen Wochenende die historische Fahrkultur CIAT. CIAT steht für „Concours International d’Attelage de Tradition“ (Internationales Turnier für traditionelle Anspannung) und fand 2010 in Celle erstmals statt. 38 Gespanne gingen in den Wettbewerb; Kutschen, Ausstattung der Pferde, Fahrer und Mitfahrer wurden auf historische Authenzität bewertet.

Das Teilnehmerfeld war wieder europäisch besetzt. Teilnehmer aus Belgien, Dänemark, Niederlande, Polen, Schweiz und Deutschland zeigten in verschiedenen Anspannungen historische Wagen, die alle mindestens 100 Jahre alt sind. Bei der Veranstaltung geht es auch darum zu zeigen, was eigentlich eine traditionelle Anspannung ist. Denkbar einfach: Wenn man in klassischer Weise Pferde, Maultiere, Esel oder Ponies an alte Wagen spannt. Traditionelle Anspannung gab es früher im normalen Leben und im Geschäftsverkehr.

Am Samstag begann das Schauspiel vor dem Celler Schloss mit der Präsentation und Erläuterung der historischen Gespanne durch Axel Brockmann, Leiter des Celler Landgestüts. Derweil begutachteten zwei internationale Juryteams die Gespanne nach einem traditionellen Ritual. Richard James aus Großbritannien zusammen mit Baron Christian Langlade aus Frankreich und Raimundo Rubiales aus Spanien zusammen mit Hartmut Huber aus München schauten auf die Details an Kutschen, Pferden und Besatzung. In fünf Gruppen waren die teilnehmenden Gespanne eingeteilt: Ponies, Einspänner, Tandem, Zweispänner und Vierspänner. Gerade bei den Vierspännern war es auch Geduldsspiel für die Pferde, die dann nachdrücklich im Zaum gehalten werden mussten.

Am Sonntag gingen bereits um acht Uhr die Gespanne auf die 15 km lange Geländestrecke durch die Residenzstadt Celle und ihre Umgebung, bevor sie durch den französischen Garten wieder in das Landgestüt zurückkehrten. Nicht nur Ausdauer, sondern auch Geschicklichkeit wurden auf dieser Distanz abgefragt. So hatten die Fahrer mit ihren Pferden einige Gehorsamsprüfungen auf dem Weg zum Ziel zu absolvieren. Im Anschluss, gegen ca. 13 Uhr, wurde es noch einmal spannend. Die letzte Prüfung des Turniers war das Hindernisfahren auf dem Paradeplatz des Landgestüts. Der Kegelparcours bildet den Abschluss der Prüfungen. Die Teilnehmer mussten ca. 20 Kegelpaare durchfahren, wobei auf jedem Kegel ein Ball lag. Der Parcours mussze in jeder Gespannklasse in einer vorgegebenen Zeit absolviert werden. Das Gesamtklassement errechnete sich kombiniert aus den drei Teildisziplinen. Danach folgte die feierliche und stimmungsvolle Siegerehrung.

Siegerliste:

Ponies: Eva-Maria Dimmling (Linzer Gauwagen, 1911)
Einspänner: Andrzej Szewczyk (Dos à Dos Phaeton, ca. 1920)
Tandem: Jacak Janton (Charette, ca. 1900)
Zweispänner: Tanja Böhlmann (Phaeton, ca. 1900)
Zweispänner: Matthias Pfeifer (Dog Cart, ca. 1900)
Vierspänner: Bernd Schnur (Break de chasse, 1880/1890)

Redaktion
Celler Presse






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