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Von K+S angekündigtes „Grünland-Biotop“ ist für die BI Umwelt Wathlingen pure Naturzerstörung

WATHLINGEN. „Wir haben die angebliche „Begrünung des Kalibergs“ in Wathlingen schon immer als bloße Schönfärberei angesehen“, sagt Holger Müller von der BI Umwelt. „Jetzt zeigt das Vorhaben in Wathlingen sein wahres Gesicht.“ Nach seinen Worten entsteht nach der großflächigen Versiegelung durch den Betriebsplatz laut Pressemitteilung von K+S nördlich der Halde gerade ein „artenreiches Biotop“.

Nachdem der Oberboden abgeschoben worden sei, könne sich auf dem nährstoffarmen Untergrund eine „vielfältige Pflanzengesellschaft ansiedeln“. „Worum handelt es sich aber tatsächlich?“ fragt Müller. „Es soll eine Ausgleichsmaßnahme für die Heidelerche sein, die durch die laufenden Bauarbeiten von ihren angestammten Brutplätzen vertrieben wird. Wir halten die Fläche für die Heidelerche aus verschiedenen Gründen aber voraussichtlich für ungeeignet und die ursprünglich für das Frühjahr 2018 (!) geplante Maßnahme kommt viel zu spät!“

„Unverständlicherweise hat die untere Naturschutzbehörde des Landkreises Celle einer Herstellung in der von K+S geplanten Weise bis Mitte März 2020 zugestimmt“, ergänzt Achim Bartsch, ebenfalls von der BI. „Selbst daran hält K+S sich aber offensichtlich nicht. Das aktuelle Ergebnis haben Mitglieder der BI auf Fotos dokumentiert.“

„K+S hätte den wertvollen nährstoffreichen Ackerboden für die an nährstoffarme Böden angepassten Pflanzen auch abmagern können“, erläutert Müller. „Stattdessen wird Boden weggebaggert.“ „Für die Firma macht das Sinn“, wirft Bartsch ein. „Schließlich soll die zwischengelagerte Erde im Zuge der geplanten Abdeckung als oberste Schicht aufgetragen werden – voraussichtlich gestreckt mit Bauschutt, wie in Sehnde. Danach ist der Ackerboden für immer verdorben und für zukünftige Generationen nicht mehr nutzbar.“ „Die sogenannte „Ausgleichsfläche“ wird im Zuge der Abdeckung von der Deponie weitgehend begraben und zerstört werden“, sagt Müller. „Heidelerchen werden dann vermutlich nicht mehr da sein. Falls wider Erwarten doch, wird ihnen schon wieder der Lebensraum genommen.“

Müller und Bartsch zeigen sich fest entschlossen. „Für uns fängt der Kampf gegen die eigentliche Haldenabdeckung und für die Zukunft Wathlingens jetzt erst richtig an.“

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