Sonntag, 8. Februar 2026

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Neue Formen der Gemeindearbeit – Kirche im Corona-Krisenmodus

LÜNEBURG. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der evangelischen Kirche wollen auch in der Corona-Krise für die Menschen da sein. „So gut, wie das in der jetzigen Situation möglich ist“. Das berichtete der evangelische Regionalbischof für den Sprengel Lüneburg, Dieter Rathing, nach einer Telefonkonferenz mit den Superintendentinnen und Superintendenten der zehn Kirchenkreise im nordöstlichen Niedersachsen. Auch wenn nun alle Gemeindeveranstaltungen ausgesetzt werden mussten, seien Pastorinnen und Pastoren, Diakoninnen und Diakone weiterhin erreichbar: Telefonisch, per E-Mail und nach Möglichkeit auch im persönlichen Gespräch.

Vielerorts gebe es neue Ideen: So lade beispielsweise eine Kirchengemeinde in der Region über einen eigenen Youtube-Kanal zu Andachten ein. Eine andere Gemeinde hat eine Anleitung für einen „Kigo@Home“ veröffentlicht – einen Kindergottesdienst , der zu Hause gefeiert werden kann. Ein Jugendgottesdienst, der über Instagram gestreamt werden kann, sowie Telefon-Andachten sind weitere Formen kirchlicher Arbeit im Corona-Krisenmodus. „Gerade die jüngeren Kolleginnen und Kollegen haben richtig Spaß daran“, hat etwa Hittfelds Superintendent Dirk Jäger beobachtet.

Doch auch alte Formen wie Hausandachten erleben eine Renaissance. Telefonanrufe bei Gemeindegliedern ersetzen den klassischen Besuchsdienst. Zudem gebe es Überlegungen, ob Gemeinden Hilfsdienste für ältere Menschen organisieren können, beispielsweise im Blick auf Einkäufe von Lebensmitteln.

„Wir probieren derzeit neue Formen kirchlicher Arbeit aus, die möglicherweise auch in der Zeit nach der Corona-Krise gebraucht werden“, sagt Dieter Rathing. Der Regionalbischof weiß, dass die Verlegung lange geplanter Feiern wie Taufen und Konfirmationen für die betroffenen Familien große Schwierigkeiten mit sich bringt. Zumal derzeit niemand weiß, wann Gottesdienste wieder möglich sein werden. Indes gebe es in der Bevölkerung viel Verständnis für die staatlichen Maßnahmen. „Auch wenn wir jetzt physisch Distanz halten müssen, rücken wir als Menschen näher zusammen“, äußerte Rathing seine Hoffnung angesichts der gegenwärtigen Krisensituation.

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