Osteransprache des Niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil

Osteransprache des Niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil

9. April 2020 Aus Von Celler Presse

„Liebe Niedersächsinnen, liebe Niedersachsen!
Normalerweise wende ich mich auf diesem Weg nur am ersten Tag eines neuen Jahres an Sie. Aber was ist in diesem Jahr schon normal? Normalerweise freuen wir uns auf die Ostertage mit schönem Wetter, mit Besuchen, Ausflügen und Reisen. Aber in diesem Jahr muss ich Sie bitten, auch die Ostertage anders zu verbringen als sonst.

Die ganze Welt und auch wir in Deutschland kämpfen gegen das Corona-Virus. Bei uns in Niedersachsen gelten so einschneidende Maßnahmen wie noch nie zuvor. Erfreulicherweise können wir auf dieser Grundlage auch schon spürbare Fortschritte erzielen. Vor allem steigt die Zahl der neuen Infektionen längst nicht mehr so stark an wie zuvor.

Ich möchte mich bei allen Bürgerinnen und Bürgern, sehr herzlich dafür bedanken, die ihr ganz persönliches Verhalten geändert haben. Das ist die Grundlage für unsere Fortschritte und das ist auch die Grundlage dafür, dass wir schwer kranken Menschen helfen können. Und wir unterstützen damit auch diejenigen, die zurzeit in den Krankenhäusern und in der Altenpflege eine ganz besonders verantwortungsvolle und schwere Arbeit zu verrichten haben.

Diesen Menschen schulden wir allen tiefen Dank!

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, wir sind erkennbar auf dem richtigen Weg, aber wir sind auch noch lange nicht am Ziel. Jetzt kommt es darauf an, dass wir gerade in den nächsten Tagen den eingeschlagenen Kurs fortsetzen und weiter äußerst zurückhaltend sind.

Was heißt das? Ich bitte Sie sehr herzlich, auch und gerade über die Festtage, Ihre persönlichen direkten Kontakte so weit als möglich zu reduzieren, keine Besuche zu unternehmen, keine Reisen, keine Ausflüge zu machen, sondern am besten zu Hause zu bleiben.

Ein Wort an unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger: Es tut mir leid, aber für Sie ist das Risiko am Größten und ich möchte Sie bitten, ganz besonders zurückhaltend zu sein und zum Beispiel auch keine Osterbesuche zu empfangen. Ich weiß, dass das weh tut. Aber es ist in diesem Jahr notwendig.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, wir alle wünschen uns möglichst schnell unser normales Leben wieder zurück und das gilt für mich persönlich auch. Ich bin sicher, wir werden gemeinsam diese Corona-Krise meistern, dazu müssen wir jetzt auch gemeinsam weiter den eingeschlagenen Kurs durchhalten und uns selbst zurückhalten.

Ich wünsche ihnen allen fröhliche Ostern!
Ich wünsche ihnen gute Gesundheit
und ich bitte sie herzlich – bleiben sie zu Hause!

Tschüss!“





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