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Leserbrief: „Und täglich grüßt das Murmeltier – oder: Aus Fehlern lernen wird überbewertet!“

CELLE. Unser Leser Torsten Glorius schildert seine Erfahrungen im Stadtteil Altenhagen nach Einführung der Verkehrsumleitung zwischen Lachtehäuser Straße und B 191. Für den Inhalt ist nicht die Redaktion verantwortlich:

„Die Stadt und der Kreis Celle ist ein wirklich schöner Ort zum Leben, auch im Vergleich der Behörden mit anderen Ländern und Städten. Mit nur rund 1,5 Jahren „Lebens- und Wohn-Erfahrung“, bin ich wohl nach wie vor Celler Neubürger. Aber besonders die Verwaltung in Celle glänzte bisher in fast allen Bereichen mit Bürgernähe und Kundenfreundlichkeit, bei jedem meiner bisherigen Kontakte!
Aber wo viel Licht ist, gibt es bekanntlich auch Schatten und der fällt heute – mal wieder – auf zwei dafür bereits bekannte Behörden, deren Arbeit wohl jedem Celler Bürger in schöner Regelmäßigkeit die Falten auf die Stirn treibt. Die Stadtentwässerung Celle und die Celler Verkehrsbehörde. Beide dem Dezernat von Herrn Stadtbaurat Kinder zugeordnet und offenbar bestens abgestimmt, wenn es darum geht zum wiederholten Male die Nerven der Celler zu testen. Wer kann das nicht am eigenen Leibe „erfahren“, wenn er tagsüber mit seinem PKW durch die Celler Innenstadt muss. Der letzte Akt der Planlosigkeit wird seit dem 16.07.2020 im Stadtteil Altenhagen aufgeführt und kostet die Anwohner mal wieder im wahrsten Sinne des Wortes den Schlaf. Über die Anliegerstraße Am Feuerwehrhaus, wird hier seit heute um 18 Uhr der Verkehr zwischen der teilgesperrten Lachtehäuser Straße und der B191 umgeleitet.
In der Anliegerstraße beben jetzt in der Nacht die Betten. Sowohl vom Fahrbahnzustand – nach über 10 Jahren intensiver Nutzung ohne Sanierung durch Busse und Schüler der Berufsschulen am Reiherpfahl nicht anders zu erwarten – als auch durch den sanierungsbedürftigen Bahnübergang, ist sie schon unter normalen Umständen nur langsam zu befahren und wurde aufgrund der Fahrbahnbreite schon vor Jahren für den Schwerlastverkehr gesperrt. Wenn die LKWs heute durch die enge und nur mit einem einseitigen, rund einen Meter schmalen Fußgängersteig, in beide Richtungen fahren, werden die Kinder der Anwohner auf ihren Fahrrädern schon mal einfach nur weggehupt, statt die Geschwindigkeit zu reduzieren. Höchstgeschwindigkeit 30 Km/h auf der schmalen Straße wie vorgegeben? Fehlanzeige! Das Problem ist nicht neu und war absehbar, aber hier setzt dann wohl der Belastungstest für die Bürger an – eine andere vernünftige Erklärung gibt es für so viel Inkompetenz jedenfalls nicht. Bereits im Mai 2019 wurde der gleiche Fehler gemacht und nach 2 Tagen hat man die Umleitung aufgrund der berechtigten Beschwerden der Anwohner zurückgenommen. Erneut schreibt der gleiche, schon damals verantwortliche Projektleiter im Internet: „Die Vollsperrung wird ca. 14 Tage in Anspruch nehmen. Sie soll nur im Zeitfenster von abends 18:30 Uhr bis morgens 06:00 Uhr eingerichtet werden. (…) Es wird um besondere Vorsicht und Rücksichtnahme gebeten. Die Anwohner bitten wir um Verständnis.“ Verständnis wofür? Für die Wiederholung der gleichen Fehler?
Wenn gerade hier in der Straße nicht bereits vor einigen Jahren ein Kind unter tragischen Umständen bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen wäre, könnte man ja noch kopfschüttelnd zur Tagesordnung übergehen. Aber so ist das nicht weniger als fahrlässige Gefährdung des Straßenverkehrs, wenn auch zur Abwechslung mal nicht am Steuer eines Fahrzeugs. Fast hämisch klingt da noch die Reaktion der telefonisch um Hilfe gebetenen Polizei Celle, deren Wachhabender mich mit erhobener Stimme am Telefon zurechtweist und darauf aufmerksam macht, dass Eingriffe in den Straßenverkehr zu unterbleiben haben – sich aber sonst nicht in der Zuständigkeit sieht. Danke lieber Freund und Helfer! Darauf die ohnehin angerspannte Situation nicht auch noch zu verschärfen wären wir tatsächlich selber gekommen, aber sicher ist sicher…

Torsten Glorius
Für die Anwohner der Straße am Feuerwehrhaus“

Foto: slightly_different / Pixabay

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