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Polizeieinsatz bei Fahrkartenkontrolle *** aktualisiert

LÜNEBURG/BARDOWICK/WINSEN/CELLE. Zu einem Polizeieinsatz aufgrund Pöbeleien und Anfeindungen im Verlauf einer Fahrscheinkontrolle kommt es aktuell im Bereich des Bahnhofes in Bardowick. Einsatzkräfte der hiesigen Polizeiinspektion, der Polizeiinspektion Harburg und der Bundespolizei sind vor Ort und kontrollieren die Personalien mehrerer Insassen des Regionalzugs von Lüneburg nach Winsen (Luhe).

In den Morgenstunden des 10.09.20 gegen 09:30 Uhr waren mehr als 50 Teilnehmer/Anreisende einer für heute Mittag ins Winsen angemeldeten Demonstration in Lüneburg in den Regionalexpress gestiegen. Bei der Kontrolle der Fahrausweise durch das Personal, kam es dann zu den Pöbeleinen und Anfeindungen. Parallel konnten Fahrschein nicht vorgelegt werden, so dass der Betreiber den Zug in Bardowick stoppte.

Hintergrund:
Bei den anreisenden Personen handelt es sich um Teilnehmer einer Demonstration der kurdischen Jugendbewegung, die bereits seit dem 05.09. verschiedenste Demonstrationen in Hannover und den Landkreisen Celle, Uelzen, Lüneburg und Harburg durchgeführt hat. Nach zwei Übernachtungen in einem Camp in Lüneburg sind die Personen jetzt auf dem Weg über Winsen/Luhe nach Hamburg.

Folgende Ergänzung der Bundespolizei liegt uns zu dem Geschehen vor: „Die betreffenden Personen sowie deren Begleiter waren in der Folge weiterhin uneinsichtig, so dass die Bundespolizei Maßnahmen zur Sicherung der Strafverfahren einleitete und die Personalien der Beschuldigten feststellte. Auf dem Gelände des Bahnhofs in Bardowick waren große Teile der Personen weiter unkooperativ und griffen Polizeibeamte durch Treten und Schlagen an. Einige Beamte erlitten leichte Verletzungen. Deshalb waren die Beamten gezwungen unmittelbaren Zwang sowie in einem Fall auch Pfefferspray einzusetzen.

Im Zuge der strafprozessualen Maßnahmen wurde bei mehr als 80 Personen die Identität festgestellt. Alle betreffenden Personen erwartet ein Strafverfahren wegen Erschleichen von Leistungen. Des Weiteren wurden mehrere Strafverfahren wegen Körperverletzung/ Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet. Darüber hinaus ergab die Überprüfung der Personalien, dass sich etwa ein Dutzend der Reisenden unerlaubt in Deutschland aufhält (Verstoß gegen das Ausländergesetz), darunter auch drei Jugendliche. Die Bundespolizei war mit mehr als 200 Beamten im Einsatz und wurde dabei im Umfeld auch durch Einsatzkräfte der Landespolizei unterstützt.“

ots






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