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Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies: Bündnisse aus dem ländlichen Raum zeigen Wirkung

„Wir bieten das Wissen und die Bereitschaft an, gemeinsam mit der Politik eine planbare und sichere Zukunft für die Betriebe im Agrarland Nr. 1 zu schaffen“, sagte Dr. Holger Hennies (heute) vor rund 300 Delegierten und Gästen bei der Mitgliederversammlung des Landesbauernverbands Landvolk Niedersachsen in Hannover. Der 54-Jährige ist mit knapp 96 Prozent zum Präsidenten des Landvolks für die Amtszeit von weiteren drei Jahren wiedergewählt worden. Jörn Ehlers bleibt Vizepräsident. Für die zum Jahresende ausscheidenden Vizepräsidenten Ulrich Löhr und Manfred Tannen rücken Hubertus Berges vom Kreislandvolkverband Cloppenburg und Frank Kohlenberg vom Bauernverband Weserbergland in das vierköpfige Führungsgremium des Verbandes nach.

Ab dem 1. Januar 2024 besteht das Landvolk-Präsidium aus Dr. Holger Hennies, Hubertus Berges, Jörn Ehlers und Frank Kohlenberg. (v.l.)

„Wir haben gehört, wie gut das Wirtschaftsjahr 2022/23 für große Teile der Landwirtschaft war, leider wirkt sich dieses positive Ergebnis nicht auf die Stimmung auf den Betrieben aus“, führte Hennies aus. Die Zukunftsaussichten seien aufgrund fehlender Planungssicherheit ungewiss; dies hemme auch die Investitionsbereitschaft und damit die Transformation insbesondere im Bereich der tierhaltenden Höfe. „Das Ende der Borchert-Kommission war kein gutes Signal aus Berlin. Wir hätten ein Konzept gehabt für den Umbau der Tierhaltung. Aber ohne Geld und ohne Planungssicherheit scheitert die Umsetzung.“

Holger Hennies erneuerte seine Kritik am geplanten neuen niedersächsischen Klimaschutzgesetz: „Die Landesregierung lässt dabei außer Acht, dass Land- und Forstwirtschaft anders sind als Industrie und Verkehr. Wir setzen nicht nur Klimagase frei, sondern können sie auch in unseren Produkten speichern. Auch im Bereich der Milchwirtschaft hat sich in den zurückliegenden Jahren viel getan.“ Hier seien die niedersächsischen Landwirte sogar im weltweiten Vergleich Spitzenreiter mit den wenigsten emittierten Treibhausgasen je Kilogramm Rohmilch.

Am Beispiel der kürzlich im Europäischen Parlament gescheiterten „Sustainable Use Regulation“ (SUR) stellte der Landvolkpräsident klar, dass Vorgaben zu einem sinnvollen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln „nur mit Kompromissen und nicht mit Verboten“ zu erzielen seien. „Die Ziele der SUR waren unrealistisch, ihre Umsetzungsstrategie existenzvernichtend. Unsere starken Bündnisse aus dem ländlichen Raum haben Wirkung gezeigt, Vernunft und Wissenschaft haben überzeugt.“ In diesem Zusammenhang verwies Hennies auf das erfolgreiche Modell des „Niedersächsischen Wegs“, auf das sich alle einigen könnten.

Grußworte sprachen bei der Mitgliederversammlung des Landesbauernverbandes die niedersächsische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Miriam Staudte, und der Minister für Umwelt, Klimaschutz und Energie, Christian Meyer. Der Präsident des Naturschutzbundes (Nabu) Deutschland, Jörg-Andreas Krüger, hielt einen Vortrag über die „Zusammenarbeit von Naturschutz- und Bauernverbänden“. Goldene Ehrennadeln für Jahrzehnte währendes Engagement im Landvolk Niedersachsen erhielten Johann Knabbe, Kreislandvolk Stade, sowie Ulrich Löhr, Braunschweiger Land, und Karl-Friedrich Meyer, Bauernverband Weserbergland.

LPD
Foto: Landvolk Niedersachsen

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