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Tabu Hämorrhoiden: Fünf Jahre lang konstant 3,7 Prozent der Versicherten in Niedersachsen und Bremen betroffen

Bei kaum einem anderen Thema ist das Schamgefühl so groß wie bei Hämorrhoiden. Wenn es am Po brennt und schmerzt, suchen nur wenige gleich den Arzt auf, sondern erst einmal das Internet. Hämorrhoiden gehören zu häufig gegoogelten Krankheiten. Doch Google und andere Websites helfen nur selten weiter. In Niedersachsen und Bremen gingen im Jahr 2022 laut aktuellem BARMER-Arztreport genau 3,7 Prozent aller Versicherten der Krankenkasse BARMER damit in die Arztpraxis. Hochgerechnet auf das ganze Land entspricht dies fast 300.000 Patienten, im Land Bremen kommen 24.000 Betroffene zusammen.

Die Zahl der Diagnosen hält sich die vergangenen fünf Jahre konstant auf dem gleichen Niveau. Interessant: Die Geschlechter sind nahezu gleich betroffen, Männer in Niedersachsen mit 3,79 Prozent, Frauen mit 3,57 Prozent. In Bremen liegt die Diagnoserate der Frauen mit 3,74 Prozent etwas höher, als die der Männer mit 3,57 Prozent. „Die Dunkelziffer dürfte allerdings bei dieser Tabu-Erkrankung viel höher ausfallen. Schätzungen von Experten zufolge leiden vier von fünf Erwachsenen im Laufe ihres Lebens an einer Erkrankung der Hämorrhoiden“, sagt Heike Sander, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Niedersachsen und Bremen.

Sensibel: Hämorrhoiden mögen keinen starken Druck

Hämorrhoiden seien ringförmige Schwellkörper zwischen Enddarm und After mit einer wichtigen, im besten Falle unauffälligen Funktion: Sie sorgten für die korrekte Abdichtung des Afters. Die sensiblen Blutgefäße könnten jedoch bei starkem Druck mit der Zeit ausleiern, hervorstehen, heftige Schmerzen verursachen und auch aufreißen. Die berüchtigte Zeitung auf der Toilette und das lange Sitzen und Pressen förderten diese Entwicklung. Ein einfacher Tipp laute daher: Nur wer tatsächlich einen Stuhldrang verspürt, sollte auf die Toilette gehen. Weitere Ursachen seien beispielsweise Übergewicht, eine gewisse Veranlagung und häufige Verstopfungen mit festem Stuhlgang.

Arztbesuch bei Blut im Stuhl dringend empfohlen

„Sollte Blut im Stuhl oder ein Fremdkörper zu spüren sein, ist ein Arztbesuch dringend zu empfehlen“, so Sander. Blieben die vergrößerten Hämorrhoiden unbehandelt, könnten sich die Symptome verstärken und die Blutgefäße beispielsweise bei körperlicher Beanspruchung herausrutschen. Bei einer Operation könnten die Gefäße verödet oder mit einem Gummiring von der Blutversorgung abgetrennt werden, bis sie absterben und abfallen. Dies sei meist schmerzlos. Vor einer erneuten Erkrankung schütze die Operation jedoch nicht.

PR
Foto: derneuemann / Pixabay

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