Mittwoch, 11. Februar 2026

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Celler Hotelbranche besorgt – Kommunalpolitik fordert Offenlegung der Pläne für Nordwall-Hotel

„In der Celler Hotellerie herrscht Unruhe“, sagte Susanne Ostler im jüngsten Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Stadtmarketing. Die Senior-Chefin des Traditions-Hotels „Celler Tor“ ist in dem Gremium beratendes Mitglied für die DEHOGA (Deutscher Hotel- und Gaststättenverband Niedersachsen). Man hätte sie in dieser Funktion angesprochen und nach den Plänen für das Nordwall-Areal gefragt, teilte sie mit.

Vor vier Jahren wurde das Konzept für die Nachnutzung des ehemaligen Standorts der Kultkneipe „Rio’s“ von der damaligen Führungsriege der städtischen Wohnungsbaugesellschaft „allerland“ vorgestellt. Ein fünfstöckiges Hotel mit 98 Zimmern und gastronomischem Angebot im Erdgeschoss ist auf dem sogenannten Baufeld West (Richtung Neumarkt) am Nordwall vorgesehen. Das Gelände gehört der Tochter der Stadt, bauen würde sie allerdings nicht, sondern das Areal samt Planung an einen Investor veräußern. Diesen Stand gab der damalige Interims-Geschäftsführer der „allerland“ Thomas Edathy im Oktober 2023 bekannt. Seitdem hat sich mit der fristlosen Entlassung des Geschäftsführers Manfred Lork sowie der Beendigung der Zusammenarbeit mit Rafael Wiglenda bei der Wohnungsbaugesellschaft zwar viel getan, auf dem Baufeld jedoch nichts.

Die Kommunalpolitik möchte Aufklärung, wie es um die Hotelpläne steht. Denn zur damaligen Kritik am architektonischen Erscheinungsbild gesellt sich nun die Sorge vor zunehmender Konkurrenz für die ansässige Hotel- und Gastronomiebranche. „Die Kollegen haben Angst“, berichtete Susanne Ostler. Der neue Wettbewerber „Hampton by Hilton“ an der 77er Straße, der sein 141-Zimmer-Haus im Juni 2024 eröffnete, sei deutlich spürbar. Die Preisstruktur weise einen Negativ-Trend auf. Im günstigsten Fall halte man die Preise, Steigerungen seien überhaupt nicht durchsetzbar. „In Celle fehlt die Industrie, die Gäste in die Stadt bringt“, bemängelte die Kennerin des ansässigen Hotelwesens und fügte hinzu: „Reine Bettenburgen schaffen nicht viele Arbeitsplätze.“

Ausschussmitglied Dr. Jörg Rodenwaldt (Zukunft Celle) warf ein: „Wir sollten den Negativ-Trend nicht noch befeuern, indem stadtseitig ein weiteres Hotelprojekt in Angriff genommen wird.“

Wie es um dieses steht, ist Thema der nächsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Stadtmarketing im August, zu der der aktuelle Geschäftsführer der „allerland“, Lasse Laging, zwecks Berichterstattung eingeladen wird.

Anke Schlicht
Redaktion Celler Presse
Fotos: Anke Schlicht, WPM (Archiv)

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