Selbstbestimmt in Internet – Digitaler Nachlass war Thema beim Info-Nachmittag des SoVD Ortsverbandes Nienhagen

NIENHAGEN. Mit dem eigenen Nachlass beschäftigen sich die meisten nur ungern. Nach einer repräsentativen Umfrage haben sich nur wenige Internetnutzende darum gekümmert, was nach ihrem Tod mit ihren Online-Konten passieren soll. Nicht einmal jeder Zehnte hat demnach für Hinterbliebene Zugangsdaten zu allen Diensten und Online-Konten hinterlegt. Fast jeder Zweite ist sich der Problematik dagegen bislang nicht bewusst. Doch ohne Kontoinformationen oder Zugangsdaten kann es für Erben schwer bis unmöglich werden, Zugriff auf Internetdienste zu bekommen.

An die 100 Interessierte waren gekommen, um sich zu informieren, wie man schon zu Lebzeiten die richtigen Vorkehrungen im Hinblick auf einen digitalen Nachlass trifft. In seinem sehr lebendigen Vortrag zeigte Referent Friedrich Schwanecke einige Möglichkeiten auf, wie es möglich ist, dass das Erbe in der digitalen Welt nicht verloren geht. Sinnvoll ist es, eine Vertrauensperson mit allen Aufgaben rund ums digitale Erbe zu betrauen. Am besten werden alle Absprachen in einer Vollmacht, die „über den Tod hinaus“ gültig ist, festgehalten. Es hilft auch, ein Digitales Testament zu erstellen. Hier sollte man – ähnlich wie bei einer Patientenverfügung – alle Wünsche genau schriftlich festhalten. Ratsam ist zudem, als Nutzer eine Liste aller Accounts mit Benutzernamen und Passwort aufzustellen. Die vielen Fragen, die Herr Schwanecke zwischendurch und am Ende des Vortrages beantwortete, zeigten, wie wichtig dieses Thema ist.

Im Anschluss fand das traditionelle Grünkohl-Essen statt. Die Mitglieder und Gäste genossen den leckeren Grünkohl mit Bregenwurst, Kasseler und Bauchfleisch von der Fleischerei Ibsch aus Ovelgönne. In geselliger Runde und bei vielen Gesprächen klang der informative und kulinarische Nachmittag aus.

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Fotos: Hermann Kesselhut

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