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Fred Thurmann erzählt von seiner Kunst und der besonderen Freundschaft mit Andora

CELLE. Mit 57 Jahren zog er sich von seiner Firma, einem Fensteranbieter, nach ca. 30 Jahren Selbstständigkeiten zurück, um Zeit für Familie, Freunde zu haben. Aber vor allen Dingen: um seine Leidenschaft – die Fotokunst – zeigen zu können. Seine erste Kamera habe er vor rund 40 Jahren besorgt. Damals entwickelte er seine Fotos in schwarzweiß und spielte mit verschiedenen Objektiven herum. Dank der neuen Technik gestaltet er heutzutage seine Fotografien mit Lightroom und Photoshop. Seine meist alltäglichen Fotografien werden technisch bearbeitet bis zur Bildverfremdung.

Gerade auch Fotos aus der Zeit vor dieser Technik werden jetzt digital überarbeitet. Sein Ziel: die Farbigkeit zu ändern. Dabei erlebt er auch schon mal die Freude der eigenen Überraschung. Denn manchmal entstehen Werke, die er so nicht geplant hatte. Denn ein Überraschungsmoment ist durchaus möglich, obwohl er recht bewusst seine Werke gestaltet. Insgesamt habe er mittlerweile 1000 Bilder auf seinem PC liegen. Seine Werke signiert er meist auf der Rückseite, um den Käufern die Möglichkeit zu geben, das Werk in seiner Lieblingsperspektive aufzuhängen. Er selbst bevorzugt seine Werke in groß, auch gerne als Mehrteiler.

Seit ca. 3 Jahren zeigt Fred Thurmann seine Kunstfotografie in verschiedenen Ausstellungen, unter anderem auch in seiner eigenen kleinen Hofgalerie mit 5 Räumen. Insgesamt 200 Fotografien haben sich in der Hofgalerie von etwa 200 qm mittlerweile eingerichtet. Zu individuellen Besuchszeiten, die mit ihm einzeln vereinbart werden, können sich Besucher von seiner ungewöhnlichen Kunst überzeugen lassen. Vielen ist der Fotokünstler schon bekannt. Denn bei der „FlotArt“ lädt er seit 2 Jahren zu „Kunst im Hof“ ein. Andora lernte er bei „FlotArt“ 2018 kennen. Die Gestaltung eines Hoftores weckte das Interesse von Fred Thurmann. Doch hatte er kaum Gelegenheit, den Künstler persönlich anzutreffen. Doch eines Tages klappte es: bei der Vernissage zu Andoras Ausstellung im Rathaus Wienhausen. Den Abschied feierte der renommierte Pop-Art-Künstler auf Thurmanns Hof. Zuvor hatte Fred den Pop-Art-Künstler zu sich auf den Hof eingeladen, um dem Kosmonauten seine Werke mal zu zeigen. Seitdem verbindet Fred zu Andora eine ganz ungewöhnliche Freundschaft. Sein Freund hat bereits ca. 10 Werke für eine gemeinsame Ausstellung im kommenden Jahr im atelier 22 übermalt, davon befinden sich bereits 4 wieder auf dem Hof.

Doch wie ist das frische Mitglied auf den Kunstverein in Celle aufmerksam geworden? Bei der Vorbereitung der FlotArt 2020 lernte Fred Thurmann den Fotografen Martin Menzel kennen. Martin sprach den Fotografen Eric (EHW) Schaper an. Dieser schaute sich seine Fotowerke auf dem Hof an. Gemeinsam planten sie Ende 2019 eine Ausstellung „Fotografie von Klassik bis Experimentell“ für Nov./Dez. 2020 im atelier 22. Was sich aus diesen neuen Bekanntschaften entwickelt, wird die Zeit zeigen. Nachdem sich der Fotokünstler für eine weitere Ausstellung mit Andora im Jahr 2021 beworben hatte, besuchten ihn Mitglieder des Kunstbeirates, um sich von seinen Arbeiten zu überzeugen. Die Begutachtung seiner Werke stieß bei dem Kunstbeirat auf Begeisterung. Daraufhin schlug der 2. Vorsitzende Günter Thomaschek dem Künstler vor, doch Mitglied im atelier 22 zu werden. Derzeit können Besucher 3 seiner bearbeiteten Fotografien bei der laufenden Jahresausstellung  „Kreativ umgesetzt“ betrachten. Unter dem Thema „Leben – Lieben – Leiden“ zeigt der Fotograf dort im „Inferno“ alle globalen Missstände wie Hunger, Krankheit, Armut und Krieg auf. Bei „Morgen wird es anders“ will der Künstler darauf verweisen, dass die Hoffnung niemals aufgegeben werden darf. In „Kilt“ verweist Thurmann auf den Zusammenhalt von Menschen in guten sowie auch in schlechten Zeiten. Die Jahresausstellung „Kreativ umgesetzt“ kann noch bis zum 13. September von Donnerstag bis sonntag von 14 bis 18 Uhr (Einlass bis 17 Uhr) besucht werden.

Redaktion
Celler Presse
Fotos: Celler-Presse.de





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