Samstag, 8. August 2026

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Chorleiter als Glücksbringer – Jahresversammlung des Chorverbandes gut besucht

„Wir haben diese Sorgen nicht!“ – klare Worte des Vorsitzenden Matthias Blazek zur Auflösung des Kreischorverbandes Lüchow-Dannenberg. Es ist ein Symbol für die Nachwuchssorgen und das Aussterben der Chöre im ländlichen Raum. Niemand möchte mehr mitarbeiten – Vorstandsposten bleiben unbesetzt. In Celle ist die Situation um einiges besser. Blazek konnte die Jahreshauptversammlung des Kreischorverbandes vor vollen Stühlen und mit einem fast vollzähligen und durchschnittlich recht jungen Vorstand abhalten.

Aber auch im Raum Celle werden jedes Jahr Chöre aufgrund der „Überalterung“ der Mitglieder, durch fehlende Chorleitungen oder mangels eines geschäftsfähigen Vorstands abgemeldet. Neu ist die Situation nicht, die Sorge um den fehlenden Nachwuchs ist bekannt. Kinder und Jugendliche werden nicht mehr ausreichend an Musik und Chöre herangeführt oder das Liedgut gefällt nicht. An diesem Punkt knüpfte auch der Bericht des Kreischorleiters Joschua Claassen an. Er dachte den Chorleitenden eine „ganz besondere Rolle als Glücksbringer“ zu. Dass Singen gut ist für die physische und psychische Gesundheit, ist längst erwiesen. Wenn es dem Chorleiter oder der Chorleiterin gelingt, zu fordern und zu fördern, die Auswahl der Stücke den Fähigkeiten der Singenden entspricht und die Freude am Miteinander in einer guten und glücklichen Erfahrung mündet, dann ist er oder sie auf jeden Fall ein Glücksbringer. So gibt es denn auch einige Hoffnung gebende Beispiele in Stadt und Landkreis Celle, beispielsweise Chöre mit über 50 aktiven Sängerinnen und Sängern. Auch die Aktivitäten und die Vorausschau des Chorverbandes zeugt von einer positiven Energie im Verein: die Kinder- und Jugendchortage am ersten März-Wochenende, ein Workshop für Jugendliche in den Sommerferien, monatlich bis zu 3000 Clicks auf die Homepage des KCV Celle, ein Benefiz-CD-Projekt zugunsten der „Celler Tafel“, ein Presseseminar für die Öffentlichkeitsarbeit, Sängerfeste und Chorfestivals in den Mitgliedsgemeinden und der Stadt, außerdem eine Fortbildung für ChorleiterInnen. So endete der Sängertag des Kreischorverbandes hoffnungsvoll und mit dem Kanon „Dona nobis pacem“ (Schenke uns Frieden), gesungen von den Anwesenden.

Ute Schworm
Foto: Ute Schworm