Der Unfug, der sich Liebe nennt

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CELLE. Ein gelungenes Lesekonzert über die verrückten Seiten der Liebe hat am Samstagabend die Gäste in KUNST & BÜHNE zum Schmunzeln gebracht. Britta Rex, Bernd Rauschenbach und Erwin Kühn haben Gedichte und Songs auf ihre ganz eigene Art arrangiert.

Die Absurditäten und teils schmerzlichen oder kuriosen Seiten der Liebe hat das Trio aus Braunschweig, Spechtshorn und Eldingen zum Inhalt des Abends gemacht. Mit ihrem Gesang versteht es Britta Rex zusammen mit Erwin Kühn an der Jazz-Gitarre den Unfug, der sich Liebe nennt, in den Liedern von Cole Porter, Udo Lindenberg, Hildegard Knef oder Drafi Deutscher mal romantisch, mal schräg und dann wieder tiefsinnig zu interpretieren. Der musikalische Bogen reichte von Schlagersongs bis zu Jazz- und Sambainterpretationen und einem hinreißend komisch inszenierten Stück zum Thema Telefonsex. Auch eine pinkfarbene Melodika kam mehrmals mit Hingabe gespielt zum Einsatz.

Die Stimme von Bernd Rauschenbach hat das musikalische Programm literarisch auf ganz außerordentliche Weise ergänzt. Teils mit erhobenem Zeigefinger und immer mit einem gewissen Schmunzeln in der Stimme hat Rauschenbach die Texte und Gedichte von Schwitters, Goethe und Tucholsky dargeboten und das Reich der Liebe und Triebe mit einem Augenzwinkern in den heutigen Zeitgeist übersetzt. Die sadopoetischen Texte von Konstantin Wecker haben das Publikum ebenso begeistert, wie „Meine süße Puppe …“ von Schwitters. Ein musikalisch-literarischer Abend der besonderen Art!

Marion Anna Peterson
Redaktion
Celler Presse