Ausbildung trotz Corona – Jetzt Zuschüsse über Bundesprogramm sichern

CELLE. Bundesweit und auch in den Landkreisen Celle und Heidekreis ist eine gute Ausbildung eine solide Basis für die berufliche Zukunft junger Menschen und lokaler Unternehmen. Pünktlich zum neuen Ausbildungsjahr starten am 1. August deshalb wesentliche Teile des Bundesprogramms „Ausbildungsplätze sichern“, mit dem die Bundesregierung kleine und mittlere Unternehmen fördert, darauf weist die Agentur für Arbeit Celle hin.

„Für junge Frauen und Männer ist die duale Ausbildung ein gutes Fundament auch für ihr weiteres Berufsleben“, betont Andreas Geier, Geschäftsführer operativ der hiesigen Agentur für Arbeit. Auf der anderen Seite weiß der Arbeitsmarktexperte, dass viele Unternehmen sich mit Kurzarbeit beschäftigen. Er appelliert jedoch an die Betriebe, das Thema Nachwuchs nicht aus den Augen zu verlieren und das neue Bundesprogramm zu nutzen. „Betriebliche Ausbildung ist eine wichtige Säule im unternehmerischen Handeln gegen den Fachkräftemangel. Unser Arbeitgeber-Service unterstützt die Betriebe und berät auch zum neuen Programm“, so Geier. Die Antragsunterlagen stehen ab kommender Woche unter www.arbeitsagentur.de zur Verfügung. Gefördert werden Ausbildungen, die frühestens am 1. August 2020 beginnen. Dies gilt auch, wenn der Ausbildungsvertrag bereits früher abgeschlossen wurde. Fragen beantworten die Arbeitgeber-Services in den Landkreisen Celle und Heidekreis unter der Rufnummer 0800 4 5555 20.

Für das Bundesprogramm stehen insgesamt 500 Millionen Euro zur Verfügung. 410 Millionen Euro davon können für die Maßnahmen der Ersten Förderrichtlinie eingesetzt werden. So enthält diese Ausbildungsprämien in Höhe von 2.000 beziehungsweise 3.000 Euro für Betriebe, die – obwohl sie die Corona-Krise stark getroffen hat – ihr Ausbildungsniveau halten oder erhöhen. Außerdem gibt es Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung, wenn der Ausbildungsbetrieb Auszubildende und Ausbilder nicht mit in Kurzarbeit schickt. Ein weiterer Bestandteil sind Übernahmeprämien an Betriebe, die Auszubildende von insolventen Betrieben übernehmen. Die Förderung der Auftrags- und Verbundausbildung, die ebenfalls Teil des Bundesprogramms zur Sicherung von Ausbildungsplätzen ist, wird in einer Zweiten Förderrichtlinie umgesetzt.

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