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TarifSTREIK der GDL: beeinträchtigungen für den gesamten betrieb der S-bahn hannover erwartet

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat gemäß einer Pressemitteilung vom 07.01.2024 für den Zeitraum 10.01., 02 Uhr bis 12.01., 18Uhr zum Tarifstreik bei der S-Bahn Hannover aufgerufen. Dieser wird sich auf den gesamten Betrieb der S-Bahn Hannover auswirken. 

Die Gewerkschaft GDL hat nach 4 Verhandlungsterminen nun erneut zu Streiks ab dem 10.01., 02 Uhr aufgefordert. Wir bedauern die absehbaren Einschränkungen für unsere Fahrgäste außerordentlich.

Schon zum Verhandlungsauftakt hatten wir ein Angebot mit einem attraktiven Vergütungspaket vorgelegt und sind der GDL im Verlauf der Tarifverhandlungen bei vielen Forderungen erheblich entgegengekommen. Das Beharren der GDL auf ihrer Maximalforderung nach einem Absenken der Arbeitszeit auf 35 Std. / Woche, ohne Abmilderung der finanziellen Belastungen sowie auch der starke Fokus auf diese Forderung in den Gesamtverhandlungen verwundert uns sehr. Die GDL-Forderungen sind aus Sicht des Betreibers insgesamt überzogen und unverhältnismäßig. 

Im Einzelnen hat die S-Bahn Hannover folgendes Angebot gemacht:

  • Zusätzliche Inflationsausgleichsprämie (IAP) in Höhe von 500 € (Auszahlung im Juni 2024) zur bereits geleisteten 1.100 € IAP im Jahr 2023.
  • Signifikante Erhöhung der Tabellenentgelte in mehreren Stufen:
    • 5 % ab dem 01.01.2024
    • 3 % ab dem 01.08.2024
    • 3 % ab dem 01.06.2025
    • gleiche Werte für Azubis
  • Laufzeit: 24 Monate, rückwirkend zum 1.7.2023 

Appell der S-Bahn Hannover: „Wir fordern die GDL auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Wir wollen dort die Tariffragen lösen und nicht nur über Arbeitszeitsenkung sprechen, sondern auch über andere dringende Aspekte, die für unsere Mitarbeitenden wichtig sind. Die Androhungen zu erneuten Streiks verärgern und verunsichern verständlicherweise unsere Fahrgäste, die Planungssicherheit brauchen. Sie beschädigen zudem sehr stark das Vertrauen der Fahrgäste in den Bahnverkehr in Deutschland und gefährden letztlich auch den Erfolg der Verkehrswende in Deutschland. 

Die geforderte Absenkung der Arbeitszeit würde neben den großen wirtschaftlichen Auswirkungen für unser Unternehmen mutmaßlich auch den täglichen Betrieb gefährden, weil unter anderem mehr Personal eingestellt werden müsste. Allerdings besteht schon heute durch den eklatanten Fachkräftemangel im Verkehrssektor eine größere Lücke beim Personal.

Mit einer anteiligen, steuer- und abgabenfreien Inflationsausgleichsprämie hatte unser Unternehmen bereits im Oktober die Mitarbeitenden signifikant entlastet. Diesen Schritt sind wir als S-Bahn Hannover ohne endverhandelten Tarifvertrag und trotz Streikandrohung gegangen, um unsere Mitarbeitenden angesichts der zuletzt höheren Inflation zu unterstützen.“ 

Für die Dauer des GDL-Streiks ist folgender Busnotverkehr (BNV) geplant: 

1. Der Deister-SEV (Baumaßnahme Barsinghausen-Egestorf) verkehrt nach Plan. Hier ergeben sich keine Änderungen oder Ausfälle. Dies betrifft sowohl den S1-SEV als auch den S2-SEV.

Es verkehrt pro Fahrt ein Bus. 

2. Der Flughafen ist mit einem Express-BNV im 60-Minutentakt (24-Stunden) angebunden. Dies erfolgt vom Hannover Hbf. zum Flughafen und ohne Zwischenhalte mit zwei Bussen pro Fahrt.  

3. Zwischen Hameln und Hannover-Linden/Fischerhof wird ein BNV im Stundentakt eingerichtet. Die Busse verkehren zwischen Linden und Weetzen ohne Zwischenhalt.

In Weetzen besteht Anschluss von und nach Barsinghausen. Fahrgäste aus Barsinghausen können also mit dem S2-SEV nach Weetzen fahren und von dort mit dem S5-BNV nach

Linden/Fischerhof und zurück. In Linden/Fischerhof besteht Anschluss an das Netz der Üstra. 

Zwischen Weetzen und Hameln werden alle Halte der S-Bahn Hannover vom BNV bedient. Es verkehren zwei Busse pro Fahrt. 

4. Die S-Bahnlinie S3 verkehrt ausschließlich für die Fahrt um 6.34 Uhr ab Hannover Hbf. bis Hildesheim mit allen Zwischenhalten. Diese Zugleistung erfolgt im Anschluss um 7.43 Uhr mit allen Zwischenhalten zurück von Hildesheim nach Hannover Hbf. 

Aktuell wird daran gearbeitet, auf weiteren S-Bahnlinien einen Busnotverkehr einrichten zu können. Des Weiteren werden zusätzliche Halte durch die Westfalenbahn und Erixx geprüft. 

„Wir weisen darauf hin, dass ein Busnotverkehr niemals die Kapazitäten des normalen S-Bahn-Fahrplans auffangen kann. Wir bitten daher unsere Fahrgäste, für die Dauer des Streiks, ihre Reiseplanungen entsprechend anzupassen und bestenfalls auf die Nutzung des Busnotverkehrs zu verzichten. Die Mitnahme von Fahrrädern ist in den BNV-Bussen leider nicht möglich“, so der Hinweis der S-Bahn.  

Ebenfalls wird darum gebeten, sich vor der Abfahrt in den bekannten Auskunftsmedien (u.a. DB-Navigator, Fahrplaner) zu informieren.

PR
Foto: Didgeman / Pixabay

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