Zum Inhalt springen
Anzeige
Anzeige

„Demokratie muss gelebt werden – gerade jetzt!“

  • Celle

Das „Geheimtreffen“ biete nicht nur einen Masterplan zu Deportation von Menschen nach dem „Musterstaat Afrika“: Menschen mit doppelter Staatsangehörigkeit, von „unbeugsamen, nicht angepassten“ Menschen der klassischen deutschen Familie (Mann, Frau, Kinder) oder von Unterstützern von Geflüchteten. Sondern das Treffen mit rechtsextremen Gesinnungsgenossen zeigt auch demokratiezersetzende Pläne auf.

So z. B. Wahlen anzweifeln, öffentlich-rechtliche Medien bekämpfen, das Verfassungsgericht diskreditieren, andere Meinungen zurückdrängen. „Es sind gerade diese Mittel, die uns alle aufhorchen lassen sollten. Denn diese zeigen auf, dass sie demokratische Mittel nutzen werden, um die Demokratie zu zersetzen – wie es einst Hitler schon tat.“, gibt Manuela Mast, Mitinitiatorin Aktionsbündnis Gelebte Demokratie zu bedenken.

Mit einem Musterschreiben vor den Wahlen sollen Bürgerinnen und Bürger desinformiert werden über die „Ethnische Wahl“ (Menschen mit Migrationshintergrund würden vor allem „migrationsfreundliche“ Parteien wählen). „Denn diese Menschen können sich keine unabhängige Meinung bilden“, laut Ulrich Vosgerau (Mitglied des Kuratoriums der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung). So solle die Rechtmäßigkeit von Wahlen in Zweifel gezogen werden. „Doch das stimmt nicht, denn schließlich zieht die Afd auch Migranten der ersten Stunde auf ihre Seite“, gibt Manuela Mast zurück.

Roland Hartwig, ehemaliger AfD-Abgeordneter und persönlicher Referent der AfD-Chefin Alice Weidel, erzählte dann noch, dass die AfD gerade eine Musterklage gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk plane, und eine Kampagne, die zeige, wie luxuriös die Sender ausgestattet seien. Ebenso möchte er eine rechte Influencer-Agentur aufbauen, die die Afd mitfinanziere. Das Ziel sei, so Hartwig, Einfluss auf die Wahlen zu nehmen, vor allem bei jungen Leuten: „Die Generation, die das Blatt wenden muss, steht da.“ Mit diesem Plan sollen also junge Menschen auf Plattformen wie TikTok oder YouTube mit den Inhalten bespielt werden, die als normale politische Thesen wahrgenommen werden sollen.

Insgesamt gehe es dieser Gruppe um einen Aufbau einer rechtsextremistischen Gegenöffentlichkeit mit Influencer-Projekten, Propaganda, Aktionsbewegungen und universitäre Projekte. „Dies soll allem Anschein nach genügend Druck aus der Bevölkerung erzeugen, um rechte Inhalte weiter salonfähig zu gestalten und andere Parteien unter Zugzwang zu setzen“, vermutet Manuela Mast.

Jetzt werde es Zeit, der Afd mittels wiederkehrenden Protesten zu zeigen, dass ihre demokratie- und menschenverachtenden Ziele in der Mitte unserer Gesellschaft keinen Platz haben. „Demokratie und Solidarität sind unsere Werte, die wir zu verteidigen wissen“, sagen die Mitinitiatoren des Aktionsbündnisses. Um diese gut organisatorisch aufzustellen, sind alle Interessierten zu einem 1. Demokratischen Donnerstag am 25.01.2024 um 19 Uhr in Kunst und Bühne eingeladen. Das Ziel ist, dass das Aktionsbündnis wieder reaktiviert und neuaufgestellt wird, um einen wiederkehrenden Protest auf die Straße zu bringen.

PR
Foto: fill / Pixabay

Hinweis zu der Meldung
Diese Seite zeigt gesponsorten Marketing-Inhalt, Quell- und Informationslinks sowie extern eingespielte Banner und Flash-Anzeigen.



Anzeige