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Landesbeauftragter für Migration und Teilhabe besucht Bergen

  • Bergen

Der Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe Deniz Kurku besuchte heute die Stadt Bergen, um sich über die Unterlagen und Erinnerungsstücke des ehemaligen Heimatkreises Altburgund-Schubin zu informieren. Bürgermeisterin Dettmar-Müller begrüßte Herrn Kurku und weitere Gäste im Stadtarchiv in Bergen.

Stadtarchivarin Britta Hemme gab eine Einführung in den schriftlichen Nachlass des Heimatkreises, der vor allem umfangreiche Literatur zur Geschichte des Kreises „Altburgund-Schubin“ (heute Szubin, Polen) beinhaltet. Die Sammlung umfasst zudem Literatur, die sich mit dem Thema Flucht und Vertreibung befasst, ergänzt um historische Bücher und Archivalien, die die Geschichte der Heimatgemeinschaft seit 1945 dokumentieren. Auf Initiative von Flüchtlingen und Vertriebenen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten entstanden nach 1945 an vielen Orten so genannte Heimatkreise. Sie widmeten sich der Bewahrung der Traditionen aus der alten Heimat. Der Heimatkreis Altburgund-Schubin wurde 1954 in Bergen gegründet. Er löste sich 2005 aus Altersgründen auf, die Sammlung wurde an die Stadt Bergen übergeben.

„Die Kultur- und Gedenkarbeit, die Heimatstuben leisten können, ist wichtig und unersetzbar“, betonte Kurku. „Es gilt mehr denn je die schrecklichen Folgen von Flucht und Vertreibung begreifbar zu machen, die Erinnerung an Vertriebenenschicksale wachzuhalten und auch deren Leistungen zu würdigen.“

Im Anschluss an den Besuch im Stadtarchiv führte Museumsleiterin Elena Buller-Städtler durch die Ausstellung von Erinnerungsstücken des Heimatkreises im Museum Römstedthaus. Die Exponate aus dem bis 2019 in der Eugen-Naumann-Schule untergebrachten „Traditionszimmer“ ermöglichten den Gästen einen Einblick in die Geschichte und das kulturelle Erbe der Region. Abschließend besuchte die Gruppe noch mit dem Heimatkreis in Verbindung stehende Erinnerungsorte wie den „Meilenstein“ an der Lamberti-Kirche und das Ehrenmal für die Gefallenen auf dem Ehrenfriedhof in Bergen.

„Die Sammlung des Heimatkreises Altburgund-Schubin ist ein wichtiger Teil der Nachkriegsgeschichte unserer Stadt im Zusammenhang mit dem Schicksal der deutschen Vertriebenen“, so Bürgermeisterin Dettmar-Müller. „Die Unterlagen und Exponate ermöglichen zukünftigen Generationen, die Geschichte und Lebensgeschichten derjenigen zu erforschen, die ihre Heimat verlassen mussten.“

Auf seiner „Heimatstuben-Tour“ besucht Deniz Kurku neben der Heimatstube Altburgund-Schubin noch einige andere Heimatstuben. Insbesondere freue er sich darauf, die Menschen persönlich zu treffen, die sich für den Erhalt der Heimatstuben einsetzen, so Kurku.

PR

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